Red-Hat-Report
Cloud-Sicherheit oft mangelhaft
Laut dem „State of Cloud-native Security“-Report 2026 von Red Hat berichten 97 % der befragten Unternehmen mit hybriden Cloud-Umgebungen von Sicherheitsvorfällen innerhalb eines Jahres. Grundlage sind Angaben von rund 600 IT-Fachkräften.
Ursachen sind überwiegend interne Schwächen wie Fehlkonfigurationen oder ungepatchte Container-Images, weniger komplexe externe Angriffe. Die Folgen reichen von erhöhtem Aufwand bei Analyse und Behebung über verzögerte Releases bis zu Produktivitätsverlusten. 92 % melden spürbare Auswirkungen.
Lücke zwischen Selbstwahrnehmung und tatsächlichen Security-Ansätzen
Zwischen Selbstbild und tatsächlichem Sicherheitsniveau besteht eine Lücke: 56 % sehen sich als „proaktiv“, aber nur 39 % verfügen über eine ausgereifte gut definierte Cloud-native Security-Strategie. Technische Maßnahmen wie Signaturprüfungen, Laufzeitschutz oder automatisierte Richtlinien sind lediglich bei der Hälfte der Unternehmen zu finden.
Immerhin versucht die Mehrzahl der Unternehmen gegenzusteuern: Mehr als 60 % planen in den nächsten ein bis zwei Jahren Investitionen in die automatische Absicherung ihrer CI/CD-Pipelines, um einen „Security as Code“-Ansatz umzusetzen und menschliche Fehler zu minimieren. 56 % wollen in Supply Chain Security investieren und 54 % in einen Laufzeitschutz für Anwendungen, der aktive Bedrohungen wie Cryptojacking oder fehlerhaftes Verhalten von Containern in Echtzeit erkennt und stoppt.
Generative KI bereitet Sorgen
Große Sorgen bereitet den Unternehmen weiterhin generative KI (GenAI), deren Einsatz in Cloud-Umgebungen 96 % für bedenklich halten. Sie fürchten die Offenlegung sensibler Daten, die Nutzung nicht genehmigter Tools (Schatten-KI) und die Integration unsicherer KI-Dienste von Drittanbietern. Trotz dieser Befürchtungen verfügen 59 Prozent der Unternehmen nicht über dokumentierte interne Richtlinien zur KI-Nutzung oder Governance-Frameworks.













