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Artikel und Hintergründe zum Thema

Siemens/BASF

Alexandra Hose,

Komponenten aus biomassebilanzierten Kunststoffen

Siemens Smart Infrastructure und BASF haben das erste elektrische Sicherheitsprodukt vorgestellt, das Komponenten aus biomassebilanzierten Kunststoffen enthält.

Siemens und BASF arbeiten zusammen an der Förderung der Kreislaufwirtschaft.

© BASF

Der Siemens-Leistungsschalter SIRIUS 3RV2 für Industrie- und Infrastrukturanwendungen wird jetzt aus Materialien hergestellt, deren fossile Rohstoffe am Anfang der Wertschöpfungskette durch Bio-Methan aus nachwachsenden Quellen wie landwirtschaftlichen Abfällen ersetzt werden.
 
Beide Materialien (Ultramid® BMBcertTM und Ultradur® BMBcertTM von BASF) bieten die gleiche Qualität und Leistungsfähigkeit wie herkömmliche Kunststoffe. Durch die Materialumstellung in der Produktion des Leistungsschalters SIRIUS 3RV2 sollen rund 270 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente pro Jahr eingespart werden. Dieser Schritt unterstützt die Nachhaltigkeitsziele von Siemens in den Bereichen Dekarbonisierung und Ressourceneffizienz, die im DEGREE-Rahmenwerk festgelegt sind. In den kommenden Monaten plant Siemens, den Einsatz nachhaltiger Materialien auf das gesamte SIRIUS-Portfolio für Industriesteuerungen auszuweiten.

Der Massenbilanz-Ansatz

BASF setzt für die Herstellung ihrer Produkte zunehmend auf nachwachsende und recycelte Rohstoffe. Nach dem Massenbilanz-Ansatz werden nachwachsende oder recycelte Rohstoffe bereits am Anfang der komplexen Wertschöpfungsketten von BASF in den Produktionsverbund eingebracht. Entscheiden sich Kunden für ein zertifiziertes Produkt aus einer solchen Wertschöpfungskette, speist BASF nachhaltige Rohmaterialien in den BASF Verbund ein. »Der Massenbilanz-Ansatz ist eine bahnbrechende Lösung, die den schrittweisen Ersatz von fossilen Rohstoffen auch in komplexen Produktionsprozessen ermöglicht. Die Vorteile dieses Ansatzes liegen auf der Hand: Je größer die Nachfrage nach alternativen Produkten, desto höher ist der Anteil alternativer Rohstoffe im Produktionsverbund. Dies entspricht unserem Ziel, eine Kreislaufwirtschaft und so zügig wie möglich einen ´Netto-Null`-Betrieb zu erreichen«, erklärt Martin Jung, President BASF Performance Materials.
 
Nach dem Massenbilanz-Ansatz können verschiedene alternative Rohstoffe wie Bio-Methan, Bio-Naphtha oder Pyrolyseöl in die Wertschöpfungsketten integriert werden. Das von BASF eingesetzte Bio-Naphtha und Bio-Methan ist nach etablierten Systemen wie ISCC PLUS und REDcert als nachhaltig zertifiziert. Der Leistungsschalter SIRIUS 3RV2 ist ein gutes Beispiel für ressourceneffiziente Kunststoffproduktion und ein Meilenstein auf #ourplasticsjourney von BASF.

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