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Omron

Peter Lange | Andrea Gillhuber,

Vier Tipps zur erfolgreichen Automatisierung

Manche mittelständische Unternehmen zögern, Automatisierungslösungen einzuführen, da sie diese als kompliziert, teuer und aufwendig empfinden. Peter Lange von Omron gibt vier Tipps, die helfen sollen, Automatisierung zu vereinfachen.

© Omron

Eine McKinsey-Studie prognostiziert, dass der Markt für industrielle Automatisierung bis 2025 jährlich um knapp vier Prozent auf über 115 Milliarden US-Dollar anwachsen wird. Besonders gefragt sind Cloud- und IIoT-Lösungen. Doch viele deutsche Unternehmen bleiben hinter dem internationalen Wettbewerb zurück. Laut dem Industrie 4.0 Barometer 2024, einer Studie der Management- und IT-Beratung MHP gemeinsam mit der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), gaben 41 % der befragten Unternehmen aus der DACH-Region an, keine autonomen Maschinen oder Roboter zu nutzen. In den USA lag dieser Anteil bei 28 %, in China bei nur 2 %. Als wesentliche Hürden auf dem Weg zur Automatisierung nennen Unternehmen den Fachkräftemangel und schwierige Rahmenbedingungen. Die Lösung? Automatisierung muss einfacher und effizienter werden.

Vier Tipps zur erfolgreichen Automatisierung

Viele mittelständische Unternehmen zögern, Automatisierungslösungen einzuführen, da sie diese als kompliziert, teuer und aufwendig empfinden. Doch diese Denkweise übersieht das enorme Potenzial moderner Technologien in Bezug auf Innovation, Effizienz und Nachhaltigkeit. Die folgenden vier Tipps helfen, Automatisierung zu vereinfachen:

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1. Klein starten und dann skalieren

Automatisierung ist für kleine und mittelständische Unternehmen oft schwierig, weil sie nur dann wirklich sinnvoll und nutzbringend ist, wenn sie den Anforderungen eines kleineren Unternehmens entspricht und funktioniert. Das bedeutet: Das jeweilige Automatisierungstool, etwa ein Cobot, sollte anpassbar und flexibel sein und eine hohe Verfügbarkeit bieten. Ganz zu Beginn steht die Frage: Welche Herausforderung im eigenen Unternehmen soll angegangen, welcher Prozess automatisiert oder welche Verbesserung erreicht werden? Es ist ratsam, mit einem sehr spezifischen Problem zu beginnen. Die Einführung neuer Lösungen und Robotik erfordert sorgfältige Planung. Wenn sie mit kleinen Pilotprojekten beginnen, können Unternehmen die Wirksamkeit und Akzeptanz in ihrem spezifischen Betrieb testen. Ist die Umsetzung erfolgreich, kann sie ausgeweitet werden, um das Wachstum zu beschleunigen. Es ist wichtig, die Mitarbeiter und alle Stakeholder von Anfang mit ins Boot zu holen, auf ihre Bedenken einzugehen und ihnen die Vorteile der Automatisierung vor Augen zu führen. 

2. Flexibilität und Geschwindigkeit optimieren

Der Weg zur kollaborativen und autonomen Fertigung ist eine Reise, die gute Planung voraussetzt. Der Übergang vom Proof-of-Concept zu dem Punkt, an dem sich aus einem System ein Nutzen ziehen lässt, braucht Zeit. Unternehmen sollten sich genau überlegen, welche Technologie sie einsetzen und wie sie diese unter Kosten- und Risikogesichtspunkten skalieren wollen. Ein Cobot lässt sich beispielsweise für verschiedene Einsatzszenarien und Maschinen nutzen. Zugleich sollten Firmen miteinbeziehen, wie sie die Akzeptanz ihrer Mitarbeiter sicherstellen können. Um Umrüstzeiten für Produktionslinien zu reduzieren, ist eine Plattform, die Maschinensteuerung und Robotik vereint, empfehlenswert. Die integrierte Technologie synchronisiert Automatisierungstechnik und Robotik, sodass Unternehmen die Geschwindigkeit und Genauigkeit ihrer Produktion verbessern wollen, die gesamte Produktionslinie simulieren, die Wartung vereinfachen und die Markteinführung beschleunigen können.

3. IT und OT miteinander koppeln

Unternehmen sollten sich die Leistungsfähigkeit integrierter Lösungen zunutze machen, die das Fachwissen erfahrener Partner sowie Informations- (IT) mit Betriebstechnologie (OT) verbinden. Dieser Ansatz gewährleistet eine nahtlose Implementierung von Automatisierungstechnologien. Im Fokus stehen innovative Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI), maschinelles Lernen (ML) und 5G. Omron arbeitet hier mit Nokia und Dassault Systèmes zusammen: Der synergetische Ansatz kombiniert die 5G Private Wireless-Mobilfunktechnologie von Nokia, die Virtual-Twin-Expertise von Dassault Systèmes und intelligente Automatisierung von Omron und zeigt das Potenzial digitaler Transformation und IoT-basierter Automatisierungslösungen für verschiedene Branchen. Omron bietet außerdem spezielle Software-Lösungen für bestimmte Anwendungen, etwa Schweißen oder Palettierung, um Implementierung und Einsatz zu vereinfachen – vor allem dann, wenn die Expertise im eigenen Haus fehlt. Es muss kein Programmier-Know-how vorhanden sein, um derartige Funktionssoftware zu nutzen. Anwender profitieren von einer bereits vorgefertigten, einfach zu erlernenden Oberfläche. Es sind keine Schulungen etwa für Schweißer notwendig. 

4. Auf erfahrene Partner setzen

Technologien wie Robotik, Big Data und Cloud Computing, Augmented Reality (AR) und das Internet der Dinge (IoT) können helfen, Arbeitsabläufe zu automatisieren und flexibler zu gestalten. Jedoch fehlt vielerorts notwendiges Know-how in den eigenen Reihen, um derartige Technologien zu implementieren, an individuelle Anforderungen anzupassen. Die Zusammenarbeit mit Technologieanbietern und Partnerunternehmen, die sich mit Tools wie 5G, Edge-KI oder Datenanalyse bestens auskennen, kann die Implementierung und Nutzung neuer Technologien und Roboter deutlich vereinfachen. Mit den Cobots ist die Nutzung von Robotik in Unternehmen per se bereits einfacher geworden, da sie sich deutlich flexibler und schneller in anderen und neuen Bereichen einsetzen lassen als etwa stationäre Industrierobotik. Um die flexiblen Einsatzmöglichkeiten vollumfänglich zu nutzen, ist es ratsam, auf erfahrene Consultants zu setzen, die hier auf die Sprünge helfen können.

Der Autor: Peter Lange ist Business Development Manager Robotik bei Omron

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