Produkte des Jahres 2025

Inka Krischke,

Die Gewinner in der Kategorie „Robotik & Handhabung“

von links: Clemens Marschner von RobCo, Heike Heinzel von Omron und Julian Ruwe von igus. © Andreas Juranits / Computer&Automation

Kostengünstige Roboterautomatisierung, ein KI-gestütztes Roboter-Automatisierungssystem und ein leistungsstarker Cobot sind die Preisträger in der Kategorie „Robotik & Handhabung“.

3. Platz: igus – ‚Rebels on Wheels‘ für den industriellen Einsatz

Julian Ruwe von igus © Andreas Juranits / Computer&Automation

Mit den Rebels on Wheels bietet Igus erschwingliche AGV-Lösungen für verschiedene Einsatzbereiche, die den flächendeckenden Einsatz mobiler Robotik vorantreiben sollen. Eine Variante ist das fahrerlose Transportsystem für KMU, das Kleinladungsträger (KLT) mit den Maßen 60 cm × 40 cm und 30 cm × 40 cm sowie einer Zuladung von bis zu 70 kg transportieren kann – mit Zusatzaufbau auch mehr. Die AGV-Lösung mit ‚Rebel‘ kann flexibel in individuelle Lagerorganisationen integriert werden und amortisiert sich bereits innerhalb von zwölf bis 24 Monaten, so der Hersteller. Das AGV inklusive Flottensoftware lässt sich in wenigen Stunden einrichten, ist über verschiedene Schnittstellen voll integrierbar (IoT, VDA 5050, REST, SAP, ERP) und benötigt keine Leitlinien oder Spuren. Die Navigation erfolgt per Kamerasystem und 2D-SLAM-Technologie. Das AGV bewegt sich mit 1,5 m/s, hat eine Batterielaufzeit von über acht Stunden und eine Ladezeit von unter zwei Stunden. Darüber hinaus ist es CE-konform und eignet sich entsprechend für den industriellen Einsatz.

2. Platz: RobCo – KI-gestütztes Roboter-Automatisierungssystem ‚RobVision‘

Clemens Marschner von RobCo © Andreas Juranits / Computer&Automation

RobCo stellt das KI-gestützte Automatisierungssystem RobVision vor, das es Robotern ermöglicht, ihre Arbeitsumgebung zu erkennen, zu verstehen und somit autonom zu handeln. Dadurch können die Roboter Bewegungsabläufe ausführen, ohne dass jeder Schritt zuvor antrainiert werden muss.

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Über die Cloud-Plattform RobCo.Studio lädt der Anwender eine CAD-Datei des Objekts hoch, um dem System zu zeigen, welches Objekt zu greifen ist. Basierend auf dieser Datei generiert das System synthetische Bilder des Objekts in verschiedenen Positionen und Umgebungen, die als Trainingsdaten für die KI dienen. Nach erfolgreich abgeschlossenem Training wird das KI-Modell auf das Edge Device gespielt. Hier erfolgt dann die Verarbeitung der Bilder, während der Roboter läuft. Nach Abschluss des automatisierten Lernprozesses kann das Modell das entsprechende Objekt und dessen Position erkennen. Der Roboter kommuniziert mit einer Kamera, die Bilder der Umgebung aufnimmt und an RobVision überträgt. Die KI-Software verarbeitet diese Bilder, erkennt das zu greifende Objekt und berechnet die Greifposition automatisiert. RobVision ist somit in der Lage, Objekte in der Produktion zu identifizieren, ohne sie zuvor in der realen Welt gesehen zu haben.

1. Platz: Omron – Cobot ‚TM25S‘

Heike Heinzel von Omron © Andreas Juranits / Computer&Automation

Der Cobot TM25S ist das neueste Mitglied der kollaborativen Roboterfamilie der ‚S-Serie‘ von Omron. Mit einer Nutzlast von 25 kg und einer Reichweite von 1,9 m eignet er sich für Palettier-, mobile Manipulations- und Schweißanwendungen.

Sein kompaktes Design und das geringe Gewicht von knapp über 80 kg erleichtern die Integration in bestehende Arbeitsabläufe, sei es beim Materialhandling am Bandende oder bei der erweiterten Maschinenbedienung. Die verfügbare Gleichstrom-Option ermöglicht eine nahtlose Integration mobiler Roboter, ohne dass eine zweite Stromquelle erforderlich ist. Ein optional integriertes Bildverarbeitungssystem vereinfacht Aufgaben wie das Identifizieren von Verpackungen und das Prüfen von Teilen. Zudem bieten die verbesserten Gelenk-abdeckungen Schutz in rauen Fertigungsumgebungen. Somit eignet sich der kollaborative Roboter für eine Vielzahl industrieller Anwendungen.

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