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Artikel und Hintergründe zum Thema

FZI

Inka Krischke,

Nachhaltigkeit ist digital

Die Hannover Messe 2024 steht unter dem Motto Energizing a Sustainable Industry. Das FZI Forschungszentrum Informatik präsentiert mit zahlreichen Forschungsprojekten die Möglichkeiten der Digitalisierung auf dem Weg zu einer nachhaltigen und klimafreundlicheren Industrie.

Das »CoCar NextGen« vom FZI

© FZI Forschungszentrum Informatik

Nachhaltigkeitsprozesse sind in vielen Bereichen der Industrie und Gesellschaft in vollem Gange. Die Hannover Messe 2024 fokussiert sich unter dem Motto „Energizing a Sustainable Industry“ auf Lösungen für eine moderne Industrie, die nachhaltig, klimaneutral und weiterhin leistungsstark agieren kann. Ein wichtiger Schlüsselfaktor zum Erreichen dieser Ziele ist die umfangreiche Digitalisierung. Hierzu wird am FZI Forschungszentrum Informatik unter anderem in den Bereichen Mobilität und Logistik, Robotik, Energie und Produktion, angewandte Künstliche Intelligenz sowie Cybersecurity und gesellschaftliche Partizipationsmöglichkeiten in einer digitalen Welt geforscht.
Auf der Hannover Messe 2024 präsentiert das FZI in Halle 2 am Gemeinschaftsstand A36 mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ausgewählte Projekte und Demonstratoren, die zeigen, wie mehr Nachhaltigkeit in der Industrie erreicht werden kann, und vor welchen Herausforderungen die Gesellschaft steht. Zu den Exponaten gehören zum Beispiel folgende:

  • Mit ‚CoCar NextGen‘ präsentiert das FZI seinen neuen Forschungsträger im Bereich des vernetzten und automatisierten Fahrens. Mit hochmoderner Sensorik und Rechenpower für komplexe Anforderungen ausgestattet, ist CoCar NextGen nicht nur für spezielle Testfelder konzipiert, sondern als erstes Fahrzeug seiner Art für das gesamte deutsche Straßennetz im echten, vielfältigen Verkehr zugelassen. Die modulare Bauweise erlaubt es zudem, das Testfahrzeug optimal an die unterschiedlichsten Forschungsanforderungen anzupassen.
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Der Demonstrator »Roboterbasiertes Recycling von E-Waste« des FZI

© FZI Forschungszentrum Informatik
  • Im Elektroschrott stecken wertvolle Ressourcen. Deren Rückführung in den Produktionskreislauf gestaltet sich aufgrund der komplexen Zusammensetzung der Bauteile und der vielfältigen und aufwändigen Handlungsschritte kompliziert. Mit dem Demonstrator ‚Roboterbasiertes Recycling von E-Waste‘ präsentiert das FZI einen smarten Roboterarm, der die Bauteile gezielt nach ihrer Recyclingfähigkeit sortiert und Schadstoffe trennen kann. Die erlernten Handlungsschritte können zudem an veränderte Abläufe oder Arbeitsumgebungen angepasst werden.
  • Zukünftige Mobilitätslösungen sind datengetrieben und orientieren sich stark an den Bedürfnissen der Nutzenden. Dabei sind personenbezogene Daten oft unerlässlich, unterliegen jedoch den Regelungen des Datenschutzes. Das Kompetenzcluster ‚Anymos – Anonymisierung für Mobilität‘ untersucht praxisnah den Einsatz von Anonymisierungstechniken, um den Nutzwert der Daten zu erhalten. Anymos möchte ein Vorgehensmodell etablieren, das Unternehmen anleitet, Bedarfe und Möglichkeiten der Anonymisierung zu identifizieren, geeignete State-of-the-Art-Methoden auszuwählen, diese korrekt anzuwenden, und darüber hinaus systemische Re-Identifikationsrisiken zu identifizieren und zu bewerten. Das Gemeinschaftsexponat mit dem KIT veranschaulicht das Vorgehen zur Datennutzwert-erhaltenden Anonymisierung anhand verschiedener Mobilitätsanwendungen.
  • Klima-Coaches vom Mittelstand-Digital Zentrum Klima.Neutral.Digital beraten auf der Hannover Messe 2024 kleine und mittlere Unternehmen im Hinblick auf deren Handlungsoptionen bei der Transformation zur Klimaneutralität und der Entwicklung von Nachhaltigkeitsstrategien. Als Diskussionsgrundlage werden die Themen nach dem Zufallsprinzip über das ‚Rad der Nachhaltigkeit‘ bestimmt und bieten einen niedrigschwelligen Einstieg in die umfassende Themenvielfalt der Nachhaltigkeit.
  • Gemeinsam mit ausgewählten Netzwerkpartnern präsentiert der Digital Hub für angewandte Künstliche Intelligenz Karlsruhe am Stand des FZI spannende Projekte aus dem Bereich der KI-Forschung und -Anwendung. Der Digital Hub ist Teil der de:hub-Initiative des Bundes, die 2017 durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz initiiert wurde. Sein Ziel ist es, Methoden und Technologien der Künstlichen Intelligenz in die Anwendung zu bringen. Der Hub möchte als zentrale Netzwerkplattform und bundesweite Anlaufstelle für KI-Experten aus Unternehmen, Start-ups und Forschung sowie für (zukünftige) KI-Anwendende dienen. Dank seines starken Netzwerks kann er KI-Fachleute und -Anwendende mit maßgeschneiderten Angeboten unterstützen, etwa bei der Projektinitiierung. Die Themen Sichtbarkeit, Gestaltung von Events, nachhaltige Pflege des Ökosystems und eine damit einhergehende Vernetzung zählen ebenfalls zu den Schwerpunkten des Hubs.

Hannover Messe Halle 2 Stand A36

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