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Artikel und Hintergründe zum Thema

German Bionic

Inka Krischke,

Mehr Power für E-Exoskelette dank Tesla-Prinzip

Das Berliner Robotik-Unternehmen German Bionic hat die Leistung seiner E-Exoskelette signifikant erhöht. Möglich wird dies durch ein Over-the-air-Software-Update (OTA-Update) nach dem Standard von Tesla.

Das ‚Apogee‘ von German Bionic im Einsatz am Airport Nünberg

© German Bionic

Die neue Steuerungssoftware für die Antriebseinheit lässt sich über das eingebaute LTE-Modem oder per WiFi drahtlos auf die E-Exoskelette der Kunden von German Bionic übertragen und installieren. Mit dem aktuellen Update der Steuerungssoftware, das im August 2024 für alle Nutzenden verfügbar sein wird, wird die Gewichtskompensation von 30 auf 36 kg pro Hebevorgang erhöht, sobald der Ultra-Modus aktiviert ist. Auch die Laufunterstützung der Exoskelett-Modelle ‚Apogee‘ und ‚Apogee+‘ wurde weiter optimiert, was die Schrittfolge fließender macht. Langsame und kürzere Hebebewegungen werden noch präziser durch den Kraftanzug unterstützt, was die Ergonomie verbessert. Das Update sorgt zudem dafür, dass der Übergang zwischen verschiedenen Support-Modi flüssiger wird, wodurch sich die Einsatzmöglichkeiten der E-Exoskelette auch über reine Hebetätigkeiten hinaus erweitern.

»Wir können jetzt im laufenden Betrieb Software-Updates auf ganze Flotten unserer E-Exoskelette überspielen. Das ermöglicht es uns, gemeinsam mit unseren Ergonomie-Experten und Biomechanikern die Performance unserer E-Exoskelette stetig zu verbessern – basierend auf realen Nutzungsdaten und User-Feedback«, sagt Norma Steller, Entwicklungsleiterin bei German Bionic.

Die KI-basierten und vernetzten aktiven E-Exoskelette von German Bionic unterstützen Mitarbeitende in unterschiedlichen Branchen aktiv beim Heben, Gehen und bei Tätigkeiten in vorgebeugter Haltung. Im Gegensatz zu passiven Exoskeletten handelt es sich dabei um tragbare Robotik-Systeme, sensibel und flexibel angepasst auf die jeweiligen Bedürfnisse der Nutzenden. Sensoren erfassen beispielsweise Körperhaltung, Schrittzahl und Schrittlänge der Nutzenden und unterstützen oder verstärken diese aktiv bei jeder Hebebewegung, im Ultra-Modus mit einer Gewichtskompensation von bis zu 36 kg.

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Zusätzliche Entlastung sofort spürbar

Der Airport Nürnberg, bei dem die E-Exoskelette von German Bionic im Einsatz sind, hat das Update bereits vorab auf seine Exoskelett-Flotte heruntergeladen. Das erste Fazit der Mitarbeitenden in der Gepäckabfertigung fällt positiv aus: »Die Kollegen haben sofort die zusätzliche Entlastung bemerkt. Insbesondere bei den kurzen Hebebewegungen der Gepäckstücke von der Gepäckrutsche auf die Transportwagen. Im Baggage-Handling, so viel kann ich jetzt schon sagen, ist das eine weitere Verbesserung der Ergonomie«, so Matthias Reubel, Senior Manager Baggage Services.

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