Igus

Alexandra Hose,

Roboter übernimmt die Weinlese

Winzer setzen bei der Weinlese nun auf Automation - auch an Weinbergen mit 75 Prozent Steigung und engen Rebzeilen. Für genau diesen Einsatzbereich hat das deutsche Unternehmen CH Engineering ein kompaktes Erntefahrzeug entwickelt. Es nutzt robuste Energieketten aus Hochleistungskunststoff von Igus.

Das Unternehmen CH Engineering realisiert ein Erntefahrzeug mit Energieketten von Igus für schwieriges Gelände. © Igus

Die Basis des Ernteroboters bildet das Raupenfahrzeug UT110evo. Mit einer Breite von 1,32 Metern, einer Länge von 3,2 Metern und einem Gewicht von 2,7 Tonnen ist es leicht und kompakt genug, um auf einem Traktoranhänger transportiert zu werden. Eine Seilwinde verbindet das Fahrzeug mit dem Anhänger und unterstützt es mit einer Zugkraft von 1,5 Tonnen, wodurch Steigungen von bis zu 75 Prozent bewältigt werden können. In diesen extremen Weinbergslagen kann der Fahrer die Neigung seines Sitzes am Horizont ausrichten, um die Belastung auf den Körper zu reduzieren.

Die Ingenieure entschieden sich unter anderem für Energieketten aus Hochleistungskunststoff von igus, Um die hydraulischen und elektrischen Leitungen vom Fahrzeug zum Erntekopf zu führen, entschieden sich die Ingenieure für Energieketten aus Hochleistungskunststoff von Igus. Die e-ketten verhindern nicht nur das Abknicken und Verklemmen der Leitungen, sondern eliminieren auch das Risiko, dass sich diese in den Rebstöcken verfangen. Jörg Ottersbach, Leiter Geschäftsbereich e-ketten bei Igus, erklärt: »Unsere Energieketten bestehen aus langlebigem, korrosionsfreiem, UV- und chemikalienbeständigem Hochleistungs-kunststoff, wodurch sie ihre mechanischen Eigenschaften auch ohne Wartungseinsätze über Jahre behalten.“Die Ingenieure haben zudem klassische Wälzlager aus Metall durch Kunststoff-Gleitlager von Igus ersetzt. Sie sind korrosionsfrei, robust und benötigen keinerlei zusätzliche Schmierung, da bereits im Material integrierte Festschmierstoffe einen reibungsarmen Trockenlauf ermöglichen.

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Eine weitere Komponente der Lösung ist der Steillagenvollernter CH 500, ein Anbaugerät, das sich in 30 Minuten über sechs Schrauben mit der vorderen Ladefläche des Raupenfahrzeugs verbinden lässt. Zwei bewegliche Arme umschließen den Rebstock; an den Innenseiten dieser Arme befinden sich Schüttelstäbe, die den Rebstock mit bis zu 620 Schwingungen pro Minute in Vibration versetzen und die Weintrauben abschütteln. Ein Auffangsystem unter dem Schlagwerk fängt die Trauben auf und befördert sie über ein Transportsystem in einen Sammelbehälter.

Roboter arbeitet mit einer Geschwindigkeit von 4,5 km/h

Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 4,5 km/h bewegt sich die Erntemaschine den Weinberg hinab – deutlich schneller als jeder menschliche Erntehelfer. Beim Rückweg erreicht er, unterstützt durch die Seilwinde, sogar Geschwindigkeiten von bis zu 9 km/h. Zurück auf dem Anhänger entleeren Mitarbeiter dann den Behälter und positionieren das Fahrzeug für die nächste Rebzeile, bis die gesamte Ernte eingebracht ist.

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