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Artikel und Hintergründe zum Thema

Häwa

Bernd Münchinger | Inka Krischke,

Der optimale Arbeitsplatz

Cobots beziehungsweise kollaborierende Roboter erobern sich immer mehr Platz in Produktion und Automatisierungs-szenarien. Doch welche Anforderungen stellt solch ein Cobot eigentlich an sein Gestell? Was ist bei der Planung eines Cobot-Arbeitsplatzes zu bedenken?

© Häwa

Der Begriff Cobot stammt aus der Verbindung der englischen Worte ‚collaboration‘ und ‚robot‘ und beschreibt Roboter, die für die direkte Interaktion mit dem Menschen konzipiert wurden. Dabei handelt es sich um industrielle Roboter, die durch eine Vielzahl an Sicherheitsfunktionen in der Lage sind, in direkter Nachbarschaft mit ihren menschlichen Kollegen zu arbeiten. Sie ermöglichen die Integration von Automatisierungslösungen, die in vielen Fällen kleiner und günstiger sind als herkömmliche Roboter. Dies ist besonders für kleine und mittelständische Unternehmen attraktiv, die bisher aus Kostengründen von Automatisierung abgesehen haben oder die die bisherigen industriellen Roboter zu unflexibel für ihre Prozesse hielten.

Die kollaborative Robotik eröffnet der Fabrikautomation beispielsweise bei Montage, Verpackung und Palettierung neue Möglichkeiten. Im Idealfall verbinden sich in solchen Roboteranwendungen die Vorteile des Menschen – Flexibilität, Urteilsvermögen, Kreativität, Erfahrung, Intuition und Überblick – und die Vorteile des Roboters – Ausdauer, Präzision und Stärke. Zum Einsatz kommt bei der kollaborativen Robotik somit ein speziell entwickelter Cobot beziehungsweise Leichtbauroboter. Dieser ersetzt nicht die Menschen, sondern komplementiert sie, indem er den menschlichen Kollegen Aufgaben abnimmt, die schmutzig, monoton oder gefährlich sind. Da sich kollaborative Roboter auch auf mobilen Plattformen montieren lassen, können sie schnell von einem Einsatzort an einen anderen verlegt werden.

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Um welche Abläufe geht es?

Beispiel eines Robotertisches für Montage-Anwendungen.

© Häwa

Unternehmen in Deutschland und weltweit müssen aktuell zahlreichen Herausforderungen begegnen: Zu den explodierenden Energiekosten kommen Lieferkettenprobleme, Fachkräftemangel, Nachhaltigkeitsvorgaben und fortschreitende Digitalisierung – dies alles erfordert schlüssige Herangehensweisen. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) müssen schnell Mittel und Wege finden, diese Hürden zu überwinden. Unternehmen, die über Automatisierung und Cobots nachdenken, sollten daher zunächst die Frage klären, welche Abläufe sich auf welche Weise effizienter gestalten lassen und vorab verschiedene Aspekte bedenken: Wie lange ist die Laufzeit des Produkts, für das ein Cobot integriert werden soll? Reicht als Untergestell eine einfache Schranklösung? Welche Spezifikationen werden benötigt – beispielsweise ein Touchscreen, ein Monitor mit Maus, ein Joystick oder auch ein HMI-Eingang? Macht eine zusätzliche Schublade Sinn? Auch die Arbeitsplatte muss auf die Bedürfnisse des Prozesses, für den ein Cobot benötigt wird, angepasst werden. Über allem steht dabei immer die Frage: Welcher Arbeitsprozess findet statt und wie kann er optimal unterstützt und gestaltet werden? Wichtige Rollen spielen dabei auch die benötigte Elektronik, die Pneumatik sowie die Steuerung des Cobots. Zudem sind vor allem auch die Stabilität und die gewünschte Mobilität der Cobot-Arbeitsplätze von Bedeutung.

Cobot-Anwendungen sollten möglichst unkompliziert und ohne spezielles Expertenwissen aufgestellt und in Arbeitsprozesse integriert werden können. Die Firma Häwa hat anhand von Kundenanforderungen drei Gehäuse-Varianten für Cobots für die meisten Anforderungen des Marktes identifiziert.

Drei Gestellarten für Cobots

Einfache Untergestelle in simpler Bauweise und mit geringen Kosten sind sozusagen der Einstieg in die Welt des Cobot-Arbeitsplatzes. Sie entsprechen Schutzart IP55, verfügen über Türen auf der Vorder- und Rückseite und sind mit Filter, Lüfter und Montageplatte ausgerüstet. Dank der IP55-Anforderungen kann der Innenraum getrennt sein. An allen Ecken und Kanten ist der Korpus idealerweise verstärkt. Angeboten wird ein derartiges Gestell bei frei wählbaren Abmessungen mit Festrollen oder Abstellfüßen sowie mit Griffen. Die Arbeitsplatte kann aus Aluminium, Alu-Nutprofil, Holz oder einer anderen Bauart sein. Bei einem modularen Cobot-Untergestell mit zusätzlichen Features erfolgt beispielsweise eine Erweiterung um einen Boden, ein Transportsegment für einen Hubwagen sowie ein Bediensegment unterhalb der Arbeitsplatte.

Komplexer im Aufbau sind Roboter-Tische – beispielsweise aus dem Baukastensystem ‚X-frame‘ von Häwa. Bei der Variante als Roboter-Tisch erfolgt der Aufbau entsprechend den Komponenten aus dem aktuellen Baukastensystem, die Abmessungen ergeben sich aus den Standard-Maßen der horizontalen und vertikalen Streben. Auch diese Gehäuse besitzen Montageplatte, Lüfter und Filter und werden in Schutzart IP55 gefertigt. Verschiedene Tür-systeme, Stecktüren, Blenden und Makrolon-Scheiben sind optional. Vollstreben und Kompaktstreben sorgen für einen einfachen Seitenaufbau. Auch bei derartigen Modellen sind die Abmessungen sowie das Material der Arbeitsplatten frei wählbar, ebenso die Ausführung entweder mit Feststellrollen oder Stellfüßen.

Der Autor: Bernd Münchinger ist Inhaber der bm Kommunikation in Stuttgart und externer Pressesprecher von Häwa in Wain.

© Häwa

Beim individuell gestalteten Cobot-Arbeitsplatz schließlich erfolgt der Aufbau nach individueller Kundenanforderung, der Anwender kann das für die ihn optimale Gestell für eine Cobot-Automatisierung zusammenstellen, mit sämtlichen Optionen der Standard- gestelle.

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