Vom 3. bis zum 6. Juni ist das Messegelände München einmal mehr Schaufenster sowohl der Industrierobotik als auch der professionellen Servicerobotik. Was die Forschung auf diesen Gebieten an Neuem hervorbringt, zeigt auf der Automatica 2014 unter anderem das Fraunhofer IPA am Beispiel zahlreicher Live-Demos.

© Fraunhofer IPA
... lässt sich der Kraftfluss vom Fuß über Knie und Hüften bis hin zu den Armen und Händen zurückrechnen. So erhält man für jedes der genannten Körperteile die jeweiligen Belastungen und Bewegungsabläufe. Die Vorteile des Systems konnte das Fraunhofer IPA etwa im Chemnitzer Werk des Volkswagen-Konzerns zeigen. Dort klagten mehrere Arbeiter, die bei der Montage des Armaturenbretts tätig sind, über eine Sehnenscheidenentzündung im Handgelenk. Die Analyse des Bewegungsablaufs zeigte, wie man die Beweglichkeit der Gelenke einschränken sollte, um dem Verschleiß vorzubeugen. Die betroffenen Arbeiter erhielten zunächst zur Stabilisierung des Handgelenks ein so genanntes Kinesioband, wie man es bei Leistungssportlern nutzt. Das Ergebnis: Die relativ einfache Orthese zeigte die erwünschte Wirkung. Zukünftig werden alle Arbeiter dieser Abteilung einen Spezial handschuh überziehen, in den das stützende Band bereits eingearbeitet ist.