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Artikel und Hintergründe zum Thema

Eplan zur SPS Connect

Meinrad Happacher | Meinrad Happacher,

Treiber der digitalen Services

Eplan hat sich vor einem Jahr auf die Fahnen geschrieben, mit seinen Kunden die digitale Transformation umzusetzen. Was ist aus diesem Vorsatz geworden? Sebastian Seitz, CEO, zieht ein erstes Resümee.

© Eplan

Herr Seitz, im vergangenen Jahr wollten Sie Ihre Kunden unter dem Banner der ‚Digitalen Transformation‘ vor allem für die Themen Standardisierung und Automatisierung sensibilisieren. Was hat sich diesbezüglich in den letzten zwölf Monaten getan?

Sebastian Seitz: Unser Ziel war und ist es, die Prozesse im Steuerungs- und Schaltanlagenbau in Bezug auf Gerätedaten zu standardisieren, um in der Folge Prozesse auch automatisierbar zu machen. Dieses Thema treiben wir mit dem auf eClass Advanced basierenden Data Standard deutlich voran. Mittlerweile stellen etwa 60 Hersteller mit rund 100.000 Datensätzen ihre Gerätedaten nach diesem neuen Standard bereit. Und unsere Kunden nutzen dieses Angebot inzwischen intensiv im Data Portal.

Der zweite Punkt ist das Thema AutomationML: Wir haben inzwischen viele der gängigen SPS-Kopplungen auf diesen Standard angepasst – beispielsweise für Steuerungen von Beckhoff, Mitsubishi Electric, Phoenix Contact, Rockwell Automation und Siemens. Aktuell sind wir mit Unternehmen wie B&R, Omron, Schneider Electric und WAGO im Gespräch.

Sie haben sich vorgenommen, Ihre Kunden explizit in keine Cloud-Landschaft zu zwingen – der Mehrwert soll überzeugen! Geht die Rechnung auf?

Ja – die Rechnung geht auf und wir werden die Strategie nicht ändern! Unsere Cloud-Produkte eView und eBuild werden gut akzeptiert und wir haben bereits rund 30.000 registrierte User auf Eplan ePulse. Zudem konnten wir viele Bedenken in Bezug auf Datensicherheit ausräumen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir gerade über unsere Lösungen den Mehrwert der Cloud-Technologie transparent darstellen.

Sie haben angekündigt, dass Sie ab August 2021 mit einem Abo-Modell für neue Lizenzen Ihr Softwaregeschäft neu ausrichten. Was steckt dahinter?

Auf der einen Seite erleichtern wir unseren Kunden die Nutzung unserer Technologie und geben ihnen eine höhere Flexibilität zu attraktiven Konditionen. Zudem folgen wir damit einem von vielen Kunden geäußerten Wunsch in Bezug auf Nutzung und Abrechnung von Software. Damit richten wir unser Software- geschäft zu 100 Prozent auf Zukunft aus.

Sie treten zur SPSconnect mit dem Slogan „Was zählt jetzt!“ an. Worauf kommt es denn jetzt an?

Wir müssen uns schnell auf die sich ändernden Bedingungen einstellen. Aktuell sind viele Mitarbeiter unserer Kunden im Home-Office. Wir haben nahezu all unsere Services auf Online umgestellt – und auch die Lizenznutzung haben wir flexibel gelöst. Die Pandemie ist in diesem Fall Treiber der digitalen Services. Aus meiner Sicht gilt: Wir müssen uns unabhängiger machen von rein physischer Präsenz – unter der Nutzung von stark digitalisierten Wegen. Das ist es, worauf es heute ankommt – so können wir schnell auf Veränderungen reagieren.

Die bereits vor Jahren gestartete Initiative „Smart Engineering & Production“ – gemeinsam mit Phoenix Contact und Rittal geht weiter. Können Sie dazu ein paar Hintergründe benennen?

Bereits zur Hannover Messe 2015 haben wir mit „Smart Engineering and Production“ gemeinsam die durchgängige Digitalisierung der Engineering- und Produktionsprozesse im Steuerungs- und Schaltanlagenbau fokussiert. Heute sind aus diesen Visionen tragfähige Lösungen geworden, die von Engineering über Fertigung bis Betrieb und Service eines sichern: Absolute Datendurchgängigkeit in digitalen Prozessen auf Basis einer „Single Source of Truth“.

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