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Artikel und Hintergründe zum Thema

Siemens und BayWa

Andrea Gillhuber,

Pilotprojekt zu CO2-optimierter Produktion

In einem Pilotprojekt treiben Siemens und BayWa die CO2-optimierte industrielle Produktion voran. Dazu verknüpfen sie die Software für Emissionsmanagement Siemens Sigreen mit der Software zum Emissionsausgleich BayWa Carbon Connect.

© Siemens

In Zukunft soll die Verknüpfung der Software der beiden Unternehmen Industrieunternehmen dabei helfen, Emissionen nachzuvollziehen – beginnend bei der Herstellung der Produkte entlang der Lieferkette bis zu ihrem Ausgleich. Zuerst wird dazu mit Sigreen der reale CO2-Fußabdruck eines Produkts entlang der Lieferkette zu ermitteln, dann werden Maßnahmen für das Vermeiden von CO2 abgeleitet und am Ende werden mit BayWa Carbon Connect im Moment noch unvermeidbare Emissionen über den Zukauf von CO2-Zertifikaten aus vertrauenswürdigen Klimaschutzprojekten ausgeglichen. Für das Pilotprojekt werden ausschließlich Projekte ausgewählt bei denen CO2 gespeichert wird, beispielsweise in Biomasse oder Humus.

Die Kombination der beiden Softwarelösungen soll es zukünftig ermöglichen, Informationen über Emissionskompensationsprojekte entlang der Lieferkette an andere Unternehmen weiterzugeben. Dies soll geschehen, ohne die Datenhoheit der Lieferanten und Sublieferanten einzuschränken. Dies ermöglicht es, einheitliche Qualitätsstandards für Emissionskompensationsprojekte innerhalb der eigenen Lieferkette digital zu definieren und zu verankern. Hersteller erfahren so zukünftig, ob und mit welchen Projekten die Produkte ihrer Zulieferer kompensiert wurden.

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Erster Anwendungsfall im Siemens-Werk Amberg

Am Standort Amberg zeigt Siemens einen konkreten Anwendungsfall anhand der eigenen Produktion: Hier werden CO2-Emissionen kompensiert, die während der Projektlaufzeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 durch die Herstellung ausgewählter Produkte aus der Steuerungsfamilie Simatic S7-1500 entstehen. Berücksichtigt werden dabei die Emissionen der Lieferkette bis zum Werkstor (cradle to gate).

Für den Zeitraum 2015 bis 2022 hat das Elektronikwerk Amberg eine CO2-Reduktion von 49 % nachgewiesen und sich zum Ziel gesetzt, bis 2026 CO2-neutral zu werden. Auch die Emissionen aus der Lieferkette werden durch verschiedene Maßnahmen reduziert. So setzt Siemens beispielsweise auf nachhaltige Materialien und die Zusammenarbeit mit Lieferanten, um den produktspezifischen CO2-Fußabdruck zu reduzieren. Das Werk wurde 2023 mit dem Sustainability Award des Weltwirtschaftsforums ausgezeichnet.

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