VDE-Trendreport

Karin Zühlke | Davina Spohn,

Industrie 4.0 lässt noch auf sich warten

Industrie 4.0 wird kommen, allerdings nicht vor 2025. Das ist das Ergebnis des aktuellen VDE-Trendreports. Die größten Bremsklötze sind demnach IT-Sicherheitsprobleme, fehlende Normen und Standards sowie der hohe Qualifizierungsbedarf. Details lesen Sie in unserer Bildergalerie.

© Thomas Ernsting / LAIF

47 % der Befragten meinen, die Hochschulen sind auf Industrie 4.0 nicht gut vorbereitet. Nachholbedarf bei der Qualifizierung mahnen vor allem die Hochschullehrer an. Dies sind Ergebnisse des neuen VDE-Trendreports, einer Umfrage unter den 1.300 VDE-Mitgliedsunternehmen und Hochschulen. Vier von zehn Befragten glauben, dass Industrie 4.0 einen wichtigen Pfad zur Re-Industrialisierung Europas eröffnet. In der Frage, ob die Revolutionierung der Produktionsprozesse mehr Arbeitsplätze schafft, ist die Hälfte unentschieden. 

 73 % der befragten Unternehmen und Hochschulen sind allerdings der Meinung, dass Industrie 4.0 den Wirtschaftsstandort Deutschland stärken wird. Fünf von zehn sprechen Deutschland eine führende Stellung bei der intelligenten Produktionstechnologie zu.

Profitieren werden insbesondere die Branchen Automobilbau (65 %), Maschinenbau (55 %) sowie die Elektrotechnik (48 %) und die IKT-Branche (31 %). Von den Smart Factories versprechen sich 75 % eine größere Flexibilität. 60 % erhoffen sich mehr Effizienz im Verbrauch von Ressourcen, speziell von Energie (42 %). Kostenvorteile erwarten 45 %der Befragten, Einflüsse auf die Qualität der Produkte oder die Störanfälligkeit der Prozesse dagegen nur eine Minderheit.   

An der Umfrage unter den 1.300 VDE-Mitgliedsunternehmen und Hochschulen nahmen insbesondere Unternehmen mit Hauptsitz in Deutschland (90 %) teil. Etwa die Hälfte der befragten Unternehmen zählt bis 100 Mitarbeiter. Der Anteil der Ingenieure an der Belegschaft liegt in den befragten Unternehmen bei knapp 17 %. Die meisten Unternehmen ordnen sich der Elektrotechnik zu (48 %). Die Branchen Energietechnik, Elektronik und IKT folgen mit Anteilen zwischen 19 % und 26 %. 79 % der befragten Hochschullehrer %), gefolgt von Elektro- und Informationstechnik (24 %).

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