Nachgehakt bei Harald Konermann

Stefan Kuppinger,

Fokus auf das Lösungsgeschäft

Im Herbst 2009 wurden die bisher getrennt agierenden Invensys-Bereiche Wonderware, Eurotherm und Invensys Process Systems (IPS) zusammengeführt. Invensys Operations Management heißt der künftige Lösungsanbieter, dessen Strategie Managing Director Harald Konermann erläutert.

„Wir wollen mit der Operations-Management-Strategie die Zusammenarbeit mit unseren Partner-Unternehmen erleichtern.“

Herr Konermann, welche Ziele verfolgt Invensys mit der Umstrukturierung?

Konermann: Die Integration der bisherigen Geschäftsbereiche ist der nächste logische Schritt in unserer Weiterentwicklung, um Synergien zu nutzen. Künftig bieten Wonderware, Eurotherm und Invensys Process Systems ihre Produkte im Rahmen der neuen Division gemeinsam als Gesamtlösungen an. Dies ermöglicht uns, ein größeres Leistungsspektrum bereitzustellen.

Warum ist dazu eine eigene Division notwendig?

Konermann: Die bisherigen Strukturen waren bezüglich der strategischen und taktisch operativen Ziele suboptimal. Wenn Optimierungspotenzial vorliegt, sollte man dieses auch nutzen. Das tun wir mit der Konzentration der drei Bereiche in einer Division. Unter einer gemeinsamen operativen Führung ist es viel leichter, Ziele zu formulieren und zu erreichen. Dies erhöht zum einen unsere Effizienz und erleichtert zum anderen Kunden und Partnern die Interaktion mit uns bei Projekten.

Ziel ist, eine deutlich verbesserte regionale Betreuung sowie ein höherer Zufriedenheitsgrad bei unseren Kunden und Partnern. Insgesamt erwarten wir eine höhere Marktabdeckung hinsichtlich Produkt- Angebote sowie die Erweiterung der Vertriebs-, Service- und Produktionsstandorte. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der regionalen Anpassung von globalen Produkten und Leistungen.

Wie organisieren Sie die bisher getrennten Vertriebsorganisationen und das Produktmanagement?

Konermann: Hinsichtlich Vertrieb haben wir eine einheitliche operative Vertriebsführung für die jeweiligen Regionen und Landesorganisationen aufgebaut. Dies gilt auch für die Bereiche Marketing und Produktmanagement.

Eurotherm und Wonderware haben bisher überwiegend Produkte entwickelt und vermarktet. Besteht nun nicht die Gefahr einer Fokussierung auf prozesstechnische Branchen und Leittechnik- Funktionen durch Invensys Process Systems?

Konermann: Wonderware und Eurotherm haben sich zu starken Namen mit ausgereiften Produkten mit Marken wie Intouch, Infusion und IntelaTrac entwickelt. Diese Lösungen sind auch weiterhin ein signifikanter Bestandteil unseres Geschäftsmodells. Allerdings orientieren wir uns künftig vor allem an den Bedürfnissen unserer Kunden und Partner und nicht an der bisherigen Produktstruktur.

Wonderware hat viele Systemintegratoren. Gibt es Überlegungen, die Wonderware-Partner einzubinden?

Konermann: Dieses Ecosystem hat großen Anteil am Erfolg von Wonderware. Für uns wie auch die Wonderware-Partner ist dies eine einzigartige Möglichkeit, das Netzwerk zu erweitern. Mit der Integration und Erweiterung der Wonderware- und auch Eurotherm-Partner erwarten wir eine Vielzahl neuer Betätigungsfelder. Dies betrifft sowohl die Erweiterung des Produktspektrums unserer Partner durch unsere Produkte als auch die verbesserte Kundennähe.

Wie sehen die nächsten Schritte aus?

Konermann: Innerhalb kürzester Zeit sind verschiedene Organisationsbereiche aufeinander abgestimmt worden. Live sehen konnten das die 500 Teilnehmer Anfang Dezember auf unserer Anwenderkonferenz „Invensys Operations Management", der früheren WonderWorld. Unser Ziel ist, einen optimalen Vertriebs-, Service- und Produkt-Mix zu schaffen.

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