Inray Industriesoftware

Lukas Dehling,

Eine zentrale Datendrehscheibe

Der OPC Router als zentrale Kommunikationsplattform schaltet alle an der Produktion beteiligten Komponenten zusammen – von der SPS bis zum ERP-System. Auf der Messe stellte Inray Industriesoftware die Neuerungen in der Version 4 vor.

Stefanie Grunert: "Verschiedene Plug-ins unseres OPC Routers bieten Anwendern die Möglichkeit, eigene Systeme über Standardschnittstellen zu integrieren."

© Inray Industriesoftware

Mit dem OPC Router bietet die Firma Inray eine Plattform, um Daten zu erfassen, zusammenzufügen und Informationen bereitzustellen – dabei wird der Kommunikationsstandard OPC UA genutzt. In jedem Unternehmen ist eine schrittweise Einführung möglich, alle Systeme lassen sich komplett einbinden. Das Ziel: Daten zur richtigen Zeit am richtigen Ort passgenau bereitzustellen – und dies ganz ohne Programmierung und ohne Insellösungen.

Überblick über Datenfluss

Bisher ließen sich über den OPC Router Datenverbindungen zum Beispiel zwischen SPS und Datenbank oder aus Datenbank und einer Excel-Tabelle heraus nur komplett als Projekt produktiv schalten. Mit der neuen Version 4.0 des OPC Routers können Verbindungen jetzt auch einzeln online geschaltet werden, ohne die Datenaufzeichnung zu unterbrechen. Übertragungen des kompletten Projektes sind nur noch bei größeren Änderungen notwendig. Umfangreiche Analysemöglichkeiten geben dem Anwender ein Programm an die Hand, welches ihm einen ständigen Überblick über den Datenfluss in seinem Unternehmen bietet. Per Mausklick in den Zeitstrahl einzelner Verbindungen kann der Administrator punktgenau nachvollziehen, wann welche Daten übertragen wurden. Entsprechend detailliert werden Transferfehler angezeigt: Wenn beispielsweise ein beteiligtes System nicht antwortet, wird dies direkt in der grafischen Oberfläche sichtbar. Die lange Analyse von Logfiles entfällt, der Administrator behält den Datenfluss mühelos im Blick. Auch die Software-Oberfläche zeigt sich verändert: „Die neue grafische Oberfläche ist für die Anwender eine große Erleichterung in der Bedienung“, erläutert Stefanie Grunert, Vertriebsmitarbeiterin von Inray. „Die Erstellung einzelner Anbindungen und Transfers erfolgt über bedienerfreundliche grafische Konfiguration und kommt ganz ohne Programmierung aus. Änderungen in einem System lassen sich so leicht durchführen. Über dieselbe Oberfläche lässt sich auch die Transfer-Historie bildlich darstellen.“

Daten aus Fremdsystemen wie Excel oder E-Mail-Reports kann der OPC Router zusammenstellen, was das Problem einer doppelten Datenpflege löst. Bei Erfassungsfehlern oder bei Eintritt bestimmter Ereignisse kann über den OPC Router die Alarmierung unterstützt und eine E-Mail-Benachrichtigung ausgelöst werden. Damit sorgt der OPC Router dafür, dass Daten unternehmensweit durchgängig elektronisch verfügbar sind. Die Leitrechnersysteme generieren daraus die Informationen, die die vernetzte Produktion benötigt.

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Typische Anwendungsszenarien

Typische Anwendungsszenarien für den Einsatz des OPC Routers sind die Prozesswert-Erfassung aus Steuerungen und die Speicherung in zentralen Datenbanken oder in verteilten Systemen (MDE/BDE). Ebenso lassen sich Verbrauchsdaten zum Beispiel bei der Energie-Überwachung oder dem Materialfluss erfassen und anschließend an MES, SAP-Systeme oder Energie-Informationsportale weiterleiten. Ebenso kann der OPC Router bei der Störmelde- und Zustandserfassung zum Einsatz kommen und bietet dort die Grundlage für die Bildung von Key Performace Indicator (KPI) und Gesamtanlagen-Effektivität (OEE). Die Übermittlung eines Rezeptur-Downloads aus ERP- und SAP-System direkt an die SPS oder das MES ist ebenso möglich wie das automatisierte Zusammentragen von Etikettendaten nach Anforderungen aus der Steuerung, inklusive Ausdruck auf einem Drucker.

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