AMA Fachverband für Sensorik

Stefan Kuppinger,

Sensorik und Messtechnik noch mit Wachstum

Im Mai gingen die Mitglieder des AMA Fachverbands für Sensorik von sieben Prozent Umsatzwachstum im zweiten Quartal 2011 aus. Tatsächlich waren es deutlich weniger.

Nach 15 Prozent Wachstum im ersten Quartal 2011 fällt das Umsatzplus im zweiten Quartal mit einem Prozent bescheiden aus.

© AMA Fachverband für Sensorik

Der AMA Verband befragt seine rund 460 Mitglieder regelmäßig (vierteljährig) zur wirtschaftlichen Entwicklung. Anhand der Rückmeldungen berechnet der Verband dann Kennzahlen wie die Umsatzentwicklung. Im ersten Quartal 2011 fiel das Wachstum mit einem Plus von 15 Prozent überaus positiv aus. Entsprechend optimistisch war auch die Prognose für Q2: Sieben Prozent Wachstum. Allerdings ist aus der damals durchaus realistischen Einschätzung nur ein reales Umsatzplus von mageren einem Prozent geworden. „Immerhin, wir haben auch im zweiten Quartal noch ein Wachstum in der Sensorik und Messtechnik“, betont AMA Geschäftsführer Thomas Simmons. Als Ursache für das geringere Wachstum nennt er das gesunkene Wachstum in den Abnehmermärkten.

Vergleicht man die Zahlen des statistischen Bundesamtes für das deutsche Bruttoinlandsprodukt mit denen der Sensorik und Messtechnik, belegen die beiden Schlüsseltechnologien auch hier in Deutschland eine deutlich bessere Position. Während die deutsche Wirtschaft von April bis Juni 2011 mit einem Wachstum von 0,1 Prozent nur leicht im Plus bleibt, kann sich die Sensorik und Messtechnik mit einem Prozentpunkt Wachstum im gleichen Zeitraum über ein deutlich positiveres Quartalsergebnis freuen.

Eine noch deutlichere Schere zeigt sich zwischen der Halbleiterindustrie und der Sensorik. Vergleicht man die Ergebnisse des ersten Halbjahres 2010 mit denen von 2011, ergibt sich für die Sensorik ein Plus von 20 Prozent, für die Hableiterindustrie global + 3,7 Prozent. Simmons erklärt diesen großen Unterschied: „Unsere Mitgliedsunternehmen beliefern Wachstumsmärkte wie den Maschinenbau, die Umwelttechnik und die Automatisierung. Der Verbrauchermarkt, etwa die Unterhaltungselektronik, muss hingegen deutliche Rückgänge verkraften. Die spiegeln sich dann in der Halbleiterindustrie wider.“ Als weiterer Vorteil erweist sich für Sensorik und Messtechnik, dass diese sowohl im deutschen Markt stark vertreten sind, als auch in den gesamten europäischen Markt verkaufen sowie in die wachsenden Märkte China und Indien. Sehr viel weniger jedoch in die USA. Die sonst eher konsumfreudigen Amerikaner sparen, was zur Folge hat, dass sich die Aussichten der größten Volkswirtschaft weiter eintrüben.

Zu den Aussichten auf das laufende dritte Quartal befragt, zeigen sich die AMA Mitglieder zuversichtlich und rechnen mit einem weiteren Wachstum von rund vier Prozent.

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