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Artikel und Hintergründe zum Thema

First Lego League

Meinrad Happacher,

Spaß an der Technik

Am 26.11. und am 3.12. gehörte die TU München der Jugend: An beiden Samstagen traten jeweils 20 Teams - insgesamt rund 190 Jugendliche - an und kämpften mit selbstgebauten Lego-Robotern ums Weiterkommen in der First Lego League (FLL). Am 26.11. im Regionalentscheid München, am 3.12. im Semi Final Southwest.

© Martin Liebau

Wie läuft der Wettbewerb ab?

Die FLL ist ein Förderprogramm, das Kinder und Jugendliche in einer sportlichen Atmosphäre an Wissenschaft und Technologie heran führen möchte. Grundlage ist ein Roboter-Wettbewerb mit Spaß-Charakter, bei dem Kinder und Jugendliche mit Hilfe eines Roboters eine knifflige "Mission" zu erfüllen haben. Die Kinder und Jugendlichen forschen innerhalb eines Teams zu einem vorgegebenen Thema, planen, programmieren und testen einen vollautomatischen Roboter, um die Mission zu meistern.

Mit Lego gegen Migrations-Probleme

Acht Wochen lang beschäftigen sich alle FLL Teams mit der Lösung der Aufgaben des FLL Robot-Game und der Erstellung des FLL Forschungsauftrags. Jedes Jahr steht der Wettbewerb unter einem neuen Thema, das sich stets auf die aktuellen Entwicklungen und Situationen in der Welt bezieht. Die Aufgabenstellung und alle Informationen rund um den Wettbewerb werden ausschließlich im Internet veröffentlicht. Jedes FLL-Team bereitet sich zusammen mit seinem FLL-Coach auf die Teilnahme an einem FLL-Regionalwettbewerb vor.

Während dieser Zeit wird zum einen der Roboter konstruiert und programmiert. Die Kinder und Jugendlichen sollen zum anderen lernen, sich selbständig zu informieren, zu recherchieren und eine Präsentation aus ihren Ergebnissen zum FLL-Forschungsauftrag zu erstellen, die sie der FLL-Jury vortragen. Damit der Spaß nicht zu kurz kommt, sind der Präsentationsform keine Grenzen gesetzt: Sketche, Schauspiele, Gedichte und vor allem Fantasie entscheiden.

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Gemeinsam mit der Willy-Brand-Gesamtschule im Stadtteil Hasenbergl nutzte die Stiftung  „Technik macht Spaß“ nun die FLL, um ein Pilotprojekt anzugehen. Ziel war, Jugendliche mit  Migrationshintergrund  „für die Schule, für Technik und für ein friedvolles soziales Miteinander“, zu begeistern", wie Stiftungsgründer Dr. Rainer Stetter erläutert.  Der Ansatz war, die Schüler durch Studenten der Hochschule München schulen zu lassen und gemeinsam auf den jährlich stattfindenden First Lego League Wettbewerb (FLL) vorzubereiten.

Das Team der Willy-Brand-Gesamtschule bestand aus zehn Jungen aus neun Nationen und wurde über einen Zeitraum von sechs Monaten von Studenten, die durch die Stiftung "Technik macht Spaß!" gesponsert wurden, auf diesen Wettkampf vorbereitet. Das erfreuliche Ergebnis ist, dass das frisch aus der Taufe gehobene Team gleich beim ersten Antritt eines technischen Wettbewerbs den Preis im sogenannten Robot-Design gewonnen hat.

Sprung in die Semi Final Klasse

Auch das zehnköpfige Team NNN (Needs No Name) aus Kaufbeuren war erfolgreich: Beim „Robotgame“, in dem ein vorher selbst konstruierter und programmierter Roboter in zweieinhalb Minuten auf einem Spielfeld möglichst viele vorgegebene Aufgaben erfüllen soll, mussten sich die NNNs erst im Finale dem Team der Realschule Weilheim geschlagen geben. Nach gelungenen Leistungen in den Kategorien „Teamwork“ und  „Robotdesign“ erreichten die zehn Schüler einen hervorragenden zweiten Platz in der Gesamtwertung und hatten sich damit für das Halbfinale „Central Europe Southwest“ am 3.12. qualifiziert. Doch mit dem Halbfinale war für die Kaufbeurer leider Schluss.

Für das Final Central Europe am 14. Januar in Cottbus können sich nur die ersten vier Gruppen qualifizieren. Geschafft haben es die Gruppen Defino aus Heilbronn, SAP ReMovers 4.0 aus Speyer, der I-HTL Robo Club aus Graz und die Apperädlesbäschdler aus Nürtingen.

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