Russell Reynolds Associates
CEO-Fluktuation auf Tiefstand
In Zeiten globaler Unsicherheit halten Unternehmen stärker an ihren Spitzenkräften fest. Eine Analyse von Russell Reynolds Associates zeigt: Im ersten Halbjahr 2025 wurden weltweit nur 114 neue Vorstandsvorsitzende ernannt – der niedrigste Wert seit Beginn der Erhebung 2018 und 19% weniger als im Vorjahreszeitraum.
Die Hauptgründe dafür sind geopolitische Spannungen, Lieferkettenprobleme und wirtschaftliche Unsicherheit.
„Auf der Suche nach dem richtigen Weg durch die aktuellen Krisen setzen die meisten Unternehmen weltweit nicht auf einen CEO-Wechsel. Das spricht für Besonnenheit und für die Erkenntnis, dass mehr denn je externe Faktoren, die außerhalb des Einflussbereichs des Vorstands liegen, den Geschäftsverlauf bestimmen", sagt Jens-Thomas Pietralla, Leiter der Globalen Board & CEO Practice von Russell Reynolds Associates.
Deutlich wird dieser Trend auch bei der Herkunft neuer CEOs: Drei Viertel (76%) wurden aus den eigenen Reihen berufen, während der Frauenanteil unter den Neubesetzungen bei 9% stagnierte. Im DAX40 gab es nur einen Wechsel – bei der Hannover Rück. In den vergangenen acht Jahren wurden im ersten Halbjahr durchschnittlich jeweils drei neue CEOs berufen.
Die Ergebnisse basieren auf dem Global CEO Turnover Index, der seit 2018 die CEO-Wechsel in den 13 wichtigsten internationalen Aktienindizes untersucht.











