Beckhoff Automation
Update in Sachen Twincat 3
Vor knapp einem Jahr erfolgte das Release der Software-Suite 'Twincat 3' von Beckhoff. Jetzt kündigt Hans Beckhoff eine erweiterte Version 3.1 an. Auch in puncto Safety stellt der Verfechter PC-basierter Steuerungstechnik in Nürnberg Neues vor.
Eine wesentliche Neuerung der Version 3.1 von Twincat, die Hans Beckhoff für das zweite Quartal 2013 in Aussicht stellt (auf der SPS IPC Drives 2012 ist ein Pre-Release zu sehen), ist die Unterstützung von 64-Bit-Betriebssystemen. Damit sei eine effektivere Nutzung des Arbeitsspeichers möglich. Zudem könne auf den entsprechenden PCs künftig neben der Engineering-Umgebung die Twincat-Runtime genutzt werden. Darüber hinaus unterstützt Twincat 3.1 die SPS-Runtime für Windows-CE-Betriebssysteme.
Ebenfalls Einzug halten erweiterte Funktionalitäten wie beispielsweise die Integration in Microsoft Visual Studio 2012. Weiterhin stehen in der neuen Version die Source-Code-Control-Datenbanken wie 'Microsoft Team Foundation Server' oder Subversion auch mit Vergleichs- und Merge-Funktionalität für alle Programmiersprachen zur Verfügung. Damit nicht genug: Neben erweiterten Möglichkeiten für Motion-Control-Anwendungen – zum Beispiel lassen sich in der NC und CNC eigene Transformationen komfortabel integrieren – gibt es neue Scope-2-Funktionalitäten. Last but not least wurde die Twincat-OPC-UA-Implementierung um Funktionsbausteine dahingehen erweitert, dass aus der SPS heraus direkt über den OPC-UA-Kanal eine Verbindung zu einem weiteren OPC-UA-Server herstellbar ist.
Safety für mittlere Anwendungen
Mit dem nur 122 x 101 mm großen Controller EK1960 erweitert Beckhoff sein Safety-Spektrum um eine kompakte Steuerung mit integrierter I/O-Ebene.
© Beckhoff AutomationVon der Software zur Hardware: Eine Produktneuheit im Bereich Funktionale Sicherheit ist der Twinsafe-Controller EK1960 für Anwendungen bis SIL 3 nach IEC 61508 und DIN EN ISO 13849 PLe. In kompakter Bauform integriert dieser eine vollständige Safety-Steuerung inklusive I/O-Ebene – sprich Ethercat-Koppler, Twinsafe-PLC, 20 digitale Eingänge und 10 digitale Ausgänge. Gedacht ist die Lösung laut Hans Beckhoff primär für Applikationen mit kleinem und mittlerem sicherheitstechnischem Umfang. Der EK1960 kann bis zu 32 Verbindungen zu anderen Twinsafe-Geräten aufbauen. Über die integrierte E-Bus-Schnittstelle ist die Lösung um zusätzliche Ethercat-Klemmen erweiterbar. Die Programmierung erfolgt über den Twincat Safety Editor.
Nach der wirtschaftliche Entwicklung seines Unternehmens gefragt, entgegnete der Firmenchef anlässlich der Pressekonferenz auf der SPS IPC Drives: "Seit Ende des letzten Jahres befinden sich die Solar- und Windbranche in einer Strukturkrise." Aus diesem Grund werde das Unternehmen in diesem Jahr voraussichtlich kein Wachstum aufweisen. "Da wir aber in allen anderen Bereichen gut unterwegs sind, sind wir mit der Entwicklung insgesamt sehr zufrieden", zieht Beckhoff Bilanz. Grundsätzlich gebe es daher keinen Grund für Pessimismus. Vielmehr ist er davon überzeugt, dass sich die alternativen Energien "lediglich in einer Warteschleife befinden und vor einem Comeback stehen". Das Ziel für 2013 lautet daher, mit dem Unternehmen wieder um 15 % zu wachsen.











