Kontron
Kaufbeuren und Eching werden geschlossen
Kontron baut einen neuen 'Kampus' in Augsburg. Wenn der in einem Jahr fertig ist, werden die Standorte in Kaufbeuren und Eching bei München geschlossen. Auch mindestens 700 Produkte werden abgekündigt.
Die Auswirkungen der internen Umstrukturierung, die Kontron-CEO Rolf Schwirz im Frühjahr angekündigt hat, werden nun immer stärker sichtbar. Auf der SPS IPC Drives in Nürnberg kündigte Marcel van Helten - seit Anfang September Bereichsleiter der Geschäftseinheit 'Industrial' - an, dass Kontron seinen bestehenden Standort in Augsburg zu einem 'Kampus' erweitern werde. Auf einem freien Grundstück soll neben dem bestehenden Gebäude ein Neubau entstehen, der etwa die doppelte Grundfläche wie der jetzige Bestand haben wird. Auf über 7.000 Quadratmetern konzentrieren sich dann Lager, Produktion und Büros in Augsburg. Nach Angaben von van Helten soll das neue Gebäude bereits im Herbst 2014 bezugsfertig sein.
Anschließend werden die Standorte in Roding, Eching und Kaufbeuren geschlossen. Lediglich Deggendorf, wo Kontron an der Entwicklung und Herstellung von Computermodulen arbeitet, soll bestehen bleiben. Hier musste das Unternehmen erst in diesem Jahr wegen Hochwasserschäden kräftig investieren.
Den Mitarbeitern an den betroffenen Standorten will Kontron anbieten, nach Augsburg zu wechseln. "Der Umzug hat nicht das Ziel, die Zahl der Mitarbeiter zu reduzieren," versichert van Helten. Im Zusammenhang mit der Standortkonzentration soll auch das Produktportfolio gestrafft werden. Dadurch will Kontron künftig die Synergien in Forschung und Entwicklung, Produktion sowie dem Vertrieb verstärkt nutzen. Ein Drittel des Produktportfolios steht auf dem Prüfstand. Das Unternehmen hat bereits 700 Produkte identifiziert, die auf absehbare Zeit auslaufen werden. Mit dem verkleinerten Produktportfolio soll sowohl die Komplexität in Entwicklung, Produktion und Vertrieb verringert und die Effizienz gesteigert werden.









