IT-Sicherheit
Erpressung und Sabotage im Internet steigen
Mit über 64.400 Fällen von Cyberkriminalität verzeichnet die deutsche Kriminalstatistik für 2013 zwar nur eine Steigerung von einem Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allerdings weisen polizeiliche Ermittlungen und Umfragen auf ein weitaus größeres Dunkelfeld hin. Mit welchen Methoden Hacker auf Computer von Privatpersonen und Unternehmen zugreifen, deckt eine aktuelle Umfrage des Telekommunikations-Verbandes Bitkom auf.
Die Fälle von Computer- und Internetkriminalität nehmen weiter zu. Das "Bundeslagebild Cybercrime", das das Bundeskriminalamt (BKA) kürzlich veröffentlicht hat, verweist dabei auf die August-Umfrage, die der Verband Bitkom unter 1.000 Internetnutzern in Deutschland durchführte. Viele Opfer bringen jedoch die Straftaten nicht zur Anzeige, so dass sich diese nicht in der Kriminalstatistik niederschlagen.
Unter den amtlich gemeldeten Fällen verzeichnet das BKA einen deutlichen Anstieg etwa in den Bereichen "Fälschung beweiserheblicher Daten, Täuschung im Rechtsverkehr bei Datenverarbeitung" (+ 15 % auf 9.779 Straftaten) und der "Datenveränderung/Computersabotage" (+ 18 % auf 12.766 Straftaten). Auch beim "Phishing" - dem Versuch über gefälschte Webseiten oder E-Mails an persönliche Daten eines Internet-Benutzers zu gelangen - gab es im Zusammenhang mit Onlinebanking erhebliche Anstiege: Für 2013 gingen beim BKA 4.096 Phishing-Vorfälle ein. Das entspricht einer Zunahme um rund 19 % im Vergleich zum Vorjahr. Nachdem 2012 Kreditinstitute etwa durch die Einführung des mTAN-Verfahrens die Sicherheitsstandards erhöhten, haben nach Feststellung des BKA die Täter reagiert und neue Schadsoftware und Vorgehensweisen entwickelt, um diese zu überwinden. "Cyberkriminelle reagieren professionell und flexibel auf neue Sicherheitsstandards und passen ihre Methoden schnell den geänderten Rahmenbedingungen an", so BKA-Präsident Jörg Ziercke.










