IKT-Gründerwettbewerb

Davina Spohn,

Digitale Innovationen gesucht

Der 'Gründerwettbewerb – Digitale Innovationen' 2016 ist angelaufen: Start-ups - darunter vor allem Gründerinnen - sind aufgerufen, innovative Ideen aus der Informations- und Kommunikationstechnologie einzureichen. Zudem vergibt das BMWi zwei zusätzliche Sonderpreise.

© Innsystec

Der ‘Gründerwettbewerb – Digitale Innovationen’ ist ein Ideenwettbewerb des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und Nachfolger des ‘Gründerwettbewerb – IKT Innovativ’. Bis zu sechs Start-ups fördert das BMWi damit mit Preisgeldern in Höhe von 32.000 Euro. Darüber hinaus werden bis zu 15 weitere Gründungsideen mit jeweils 7.000 Euro ausgezeichnet. Wie in den vergangenen Wettbewerbsrunden erhalten alle Preisträger neben der finanziellen Spritze ein Angebot aus Coaching, Mentoring und Vernetzung. Bis zum 30. September 2016 können sie ihre Ideenskizze für die aktuelle Wettbewerbsrunde einreichen.

Zusätzlich zu den regulären Preisen schreibt das BMWi in diesem Jahr jeweils einen Sonderpreis à 10.000 Euro in den Bereichen Big Data und Digitale Bildung aus. Der Sonderpreis ‘Digitale Bildung’ richtet sich an Start-ups mit Ideen im Bereich ‘Educational Technologies’. Hierbei geht es um Ideen, die digitale Technologien in neuer Weise für die Bildung nutzbar machen – sei es in der Vorschule, Schule, Hochschule oder in der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Beim Sonderpreis für das beste Gründungskonzept zu Big Data wird die vielversprechendste Ideenskizze für eine Unternehmensgründung gesucht, die sich den Herausforderungen der drei V stellt – nämlich großen Datenmengen (volume) aus unterschiedlichen Quellen (variety), die schnell bearbeitet werden (velocity) müssen. Die besten Teilnehmer erhalten bis Mitte November 2016 ein Feedback und werden zur Phase 2 eingeladen, in der sie ihr Konzept weiter verfeinern und überarbeiten können. Alle weiteren Teilnehmer erhalten ihr Feedback im Dezember 2016. Das BMWI präsentiert die Preisträger schließlich auf der CeBIT in Hannover im März 2017.

In der aktuellen Runde legt der Wettbewerb unter anderem ein besonderes Augenmerk auf Gründerinnen. Der Anteil weiblicher Gründer an technologieorientierten Start-ups liegt laut dem Deutschen Startup Monitor 2015 bei nur 13 %. “Dabei gibt der KfW Gründungsmonitor für das Jahr 2014 an, dass 56 % der Existenzgründungen in freiberuflichen Tätigkeiten durch Frauen umgesetzt werden”, so Wolfram Groß, Projektleiter des ‘Gründerwettbewerbs – Digitale Innovationen’. “Diese Zahl zeigt, dass Frauen nicht vor der Selbständigkeit zurückschrecken, sie gründen jedoch in anderen Bereichen als Männer. Frauen machen sich eher als Freiberuflerin, zum Beispiel als Journalistin, selbstständig. Männer gründen technologieorientierte Start-ups. Dabei sind Frauen genauso wie Männer Innovationsträgerinnen. Durch die spezielle Unterstützung von Frauen im IKT-Bereich wollen wir daher noch mehr Innovationspotenzial zu Tage bringen”, so Groß.

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