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Artikel und Hintergründe zum Thema

Bitkom-Umfrage

Nicole Wörner | Davina Spohn,

Cloud-Computing liegt weiter im Trend

Im Jahr 2013 haben 40 Prozent der Unternehmen in Deutschland Cloud-Computing-Dienste genutzt - im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg um drei Prozentpunkte. Doch bleibt die NSA-Affäre nicht ganz ohne Folgen für die Nutzung des Cloud-Computings. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage des Branchenverbandes Bitkom.

Die Nutzung von Cloud-Computing wächst vor allem in großen Unternehmen.

© fotolia.com

Das Wachstum hat sich im Vergleich zum Vorjahr etwas abgeschwächt, als die Cloud-Nutzung der Unternehmen um 9 Punkte auf 37 Prozent gestiegen war. Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf führt dies auf die NSA-Affäre zurück. Allerdings sei eine breite Nutzung von Cloud-Computing im Interesse der deutschen Wirtschaft, da die Unternehmen damit Kosten- und Wettbewerbsvorteile erlangen können, so Kempf. Hightech-Branche und Politik müssten jetzt gemeinsam daran arbeiten, durch die NSA-Affäre verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen.

Positive Erfahrungen, aber auch große Bedenken

Die Erfahrungen der Cloud-User sind überwiegend gut. 83 Prozent der Nutzer von Private Clouds beschreiben ihre Erfahrungen als positiv, die restlichen 17 Prozent als neutral. Unter den Nutzern von Public Clouds haben 66 Prozent positive Erfahrungen gemacht, 30 Prozent sind neutral und 4 Prozent haben negative Erfahrungen gemacht.

Dazu Bruno Wallraf, Leiter des Bereichs Technologybei der KPMG AG, Partner des Bitkom-Verbandes bei der aktuellen Studie: "Nutzung, Interesse und Nachfrage nach Cloud-Computing sind trotz NSA-Affäre ungebrochen vorhanden. Die Anbieter von Cloud-Lösungen sollten die positiven Erfahrungen und die Vorteile, die im Nutzen von Cloud-Anwendungen liegen, stärker hervorheben. Kunden sollten ihre Sicherheitsbedenken noch stärker artikulieren und Anbieter die vorhandenen Lösungen noch deutlicher machen."

Die größte Hürde für den Einsatz von Private Cloud Computing ist die Sorge vor einem unberechtigten Zugriff auf sensible Daten (siehe Bilderstrecke).

"Private Cloud Computing ist nicht weniger sicher als andere organisationsinterne IT-Lösungen«, unterstreicht Kempf. "Im Gegenteil: Mit Cloud-Diensten können Unternehmen ihr Sicherheitsniveau zu moderaten Kosten signifikant erhöhen. Gerade bei vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen gibt es bei der IT-Sicherheit noch erheblichen Nachholbedarf."

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Trotz NSA-Abhör-Affäre herrscht positive Grundstimmung

Mit Blick auf die NSA-Affäre sagen 49 Prozent der Unternehmen, dass ihre Einstellung zum Public Cloud Computing negativer geworden ist. Bei der anderen Hälfte ist die Haltung unverändert geblieben. Gegenüber Private Cloud Computing sind 44 Prozent der Unternehmen infolge der Abhöraffäre negativer eingestellt, bei einer Mehrheit von 55 Prozent ist das nicht der Fall.

"Die NSA-Affäre hat ihre Spuren hinterlassen, aber der Einsatz von Cloud-Lösungen in Unternehmen wächst weiter", betont Kempf. "Cloud-Services sind Teil der Lösung, wenn es darum geht, Unternehmen besser vor Geheimdiensten und Cyberkriminellen zu schützen."

Dem Vertrauensverlust infolge der Abhöraktionen kann nach Kempfs Überzeugung nur mit konkreten Maßnahmen seitens der Politik und der Wirtschaft begegnet werden. Zu den wichtigsten Forderungen des Bitkom gehören Verhandlungen über No-Spy-Abkommen mit anderen Ländern, ein besserer Schutz vor Wirtschaftsspionage, eine stärkere Sensibilisierung von Bürgern und Unternehmen im Bereich der IT-Sicherheit sowie international einheitliche Regelungen zur Herausgabe von Kundendaten an Behörden zur Bekämpfung von Terror und schwerer Kriminalität. Kempf: "Unternehmen sollten die Öffentlichkeit über die Auskünfte an Behörden informieren und damit einen Beitrag zu mehr Transparenz leisten können."

Hinweis zur Methodik: Der 'Cloud Monitor 2014' wurde von der Bitkom Research GmbH im Auftrag des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens KPMG in Zusammenarbeit mit dem Hightech-Verband Bitkom erstellt. Bitkom Research hat dafür im November und Dezember 403 IT-Verantwortliche in deutschen Unternehmen ab 20 Mitarbeiter befragt und die Ergebnisse analysiert. Die Umfrage ist repräsentativ für die Gesamtwirtschaft.

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