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Artikel und Hintergründe zum Thema

M2M-Kommunikation

Meinrad Happacher,

OPC UA in der Embedded-Welt

Welches Potenzial steckt in der OPC-UA-Technologie für eine sichere und zuverlässige Datenkommunikation? Und warum ist die OPC Foundation dieses Jahr auf der embedded world vertreten? Stefan Hoppe, Präsident der OPC Foundation Europa, bezieht Stellung.

Stefan Hoppe: "Zu OPC UA gibt es bei Embedded-Systemen eigentlich gar keine Alternative!"

Herr Hoppe, in der Welt der Automatisierungstechnik ist der OPC-UA-Standard eine feste Größe. Jetzt ist die OPC Foundation erstmalig auf der embedded world als Aussteller vertreten. Was hat Sie zu diesem Schritt bewogen?

Von Beginn an war die UA-Technologie dafür ausgelegt, weitere Bereiche als nur die Datenkopplung zwischen Steuerung und Visualisierung abzudecken. So sehen wir die Integration in Embedded-Geräte als ein sehr spannendes Feld an. Und auf der Messe sind ja auch durchaus schon UA-Realisierungen zu sehen: Neben einigen Tool-Herstellern zeigt zum Beispiel Harting die Integration von UA in RFID-Reader. Oder ebenfalls spannend: Das Fraunhofer-Institut stellt eine UA-Implementierung in einem Sensor mit einem Footprint von lediglich 10 KB vor.

Welche Chancen rechnen Sie sich aus, neben der Automatisierungstechnik auch in anderen Branchen als Kommunikations-Standard Fuß zu fassen?

Für mich stellt sich diese Frage gar nicht – es gibt gar keine wirkliche Alternative! Es gibt sicherlich viele gewachsene branchenspezifische De-facto-Protokoll-Standards wie BACnet in der Gebäudeautomation, die IEC 61850 in der elektrischen Schaltanlagentechnik oder die IEC 61400-25 für Windkraftanlagen. Mit diesen Standards ist alles gut, solange man in der Branche bleibt. Eine Skalierung nach außen oder zum MES/ERP-System ist aber nicht gegeben. UA ist mit der Skalierung, der integrierten Security und Modellierung und der Verbreitung ohne Alternative.

Welche Botschaft wollen Sie hier auf der Messe vermitteln?

Embedded-Module müssen überall auf der Welt Konnektivität bieten. Und wir zeigen, wie man Interoperabilität mit internationalen Standards und darüber hinaus sogar semantische Informationen modellieren kann. Wenn man es genau nimmt, benötigt das eigentlich jeder!

Aber neben unserem Engagement auf der Messe wollen wir auch beim begleitenden Kongress mit dem Workshop 'M2M realised with OPC UA' die Leistungsfähigkeit von OPC UA in der M2M-Welt zeigen: Toolkit-Hersteller zeigen die Einfachheit beim Start der Implementierung; Beckhoff und SSV zeigen live, wie Daten vom kleinsten Sensor in verschiedene Clouds per OPC UA sicher transportiert werden. Das schöne bei dieser Demonstration ist: Alle Workshop-Teilnehmer können per Tablet oder Smartphone die Daten konsumieren.

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