Neues Betriebssystem iiQKA.OS

Andrea Gillhuber | Andrea Gillhuber,

Kuka setzt auf Ecosystem

Intuitiv, schnell und leistungsstark – so beschreibt Kuka sein zukünftiges Betriebssystem iiQKA.OS. Es soll die Roboternutzung stark vereinfachen und als Basis für ein ganzes Ecosystem dienen.

Kuka zeigt auf der Hannover Messe Digital Edition erste Bausteine seines neuen Betriebssystem iiQKA-OS.

© Kuka

Kuka stellt im Rahmen der Hannover Messe Digital Edition erste Elemente seines neuen Betriebssystems iiQKA.OS vor. Es soll als Basis für ein ganzes Ecosystem dienen, Zugang zu Programmen, Apps, Services oder Zubehör bieten und gleichzeitig einfach und intuitiv zu bedienen sein. So einfach, dass sogar Laien schnell einen Roboter programmieren können.

Mit dem neuen Betriebssystem soll die Roboternutzung stark vereinfacht werden. Vor dem Hintergrund, dass nur 5 % der Unternehmen über eine Automatisierung via Roboter verfügen und es sich dabei vor allem und Großkonzerne wie Automobilhersteller handelt, ist der Schritt strategisch nachzuvollziehen: Das Augsburger Unternehmen möchte roboterbasierte Automatisierungslösungen auch für kleine und mittelständische Unternehmen attraktiv und einfach nutzbar machen – von der einfachen Anwendung bis hin zu hochkomplexen Automatisierungsaufgaben.

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Das Betriebssystem iiQKA.OS im Detail

Das Betriebssystem mit webbasierter Benutzeroberfläche fußt auf einer modularen, Linux-basierten Software-Architektur, deren modulare und containerbasierte Bestandteile jeweils für sich selbst entwickelt und verbessert werden können. Effizienz und Geschwindigkeit von Entwicklungsprozessen werden dadurch gesteigert, indem nur benötigte Funktionen und Komponenten installiert werden. Sollten neue Anforderungen hinzukommen, lassen diese sich nachträglich hinzufügen. Als weitere Vorteile der modularen und offenen Software-Architektur nennt das Unternehmen stabile und konsistente Application Programming Interfaces (APIs) sowie dezentralen Datenspiegelung, die die Datenkonsistenz sichert, ganz gleich auf welchem Gerät der Benutzer arbeitet.

Die Modularität ermöglicht es zudem, Software-Updates und -Upgrades schneller bereitstellen zu können. So lässt sich das Betriebssystem, dass vor allem auf Robotersysteme angepasst ist, schnell erweitern. Um auf Anforderungen von Anwendern zügig reagieren zu können, hat Kuka ein Feed-Back-System implementiert. Die Rückmeldungen fließen wiederum in die Weier-/Entwicklung von Roboter-Software, Hardware und Services ein.

Das iiQKA-Ecosystem

Rund um das Betriebssystem schafft Kuka ein eigenes Ecosystem aus globalen Partnern, sprich: Drittanbietern, bestehend aus Automatisierungs- und Robotik-Experten, Software- und Prozessentwicklern sowie weiteren Partnern. Aus diesem Netzwerk heraus sollen dem Anwender intelligente Applikationen, erweiterte Funktionen und digitale Services angeboten werden.

In diesem Ecosystem erhält der Anwender unter anderem Komponenten wie Greifer, Sicherheitssensoren, optische Visionsysteme und Automatisierungs-Software. Als erste Partner, sogenannte Keystone-Parter, sind Schunk, Sick und Roboception zu nennen. Dieses Netzwerk wird sukzessive erweitert.

Die drei Säulen des Ecosystems

Ziel von Kukas iiQKA ist es auch, den Anwender zu befähigen, eigene Lösungen zu entwickeln beziehungsweise bestehende Anwendungen weiterzuentwickeln. Daher konzentriert sich das Ecosystem auf drei wesentliche Bestandteile: intuitive Selbsthilfe, einfache Systemerweiterbarkeit sowie klare und durchgängige Governance.

Die intuitive Selbsthilfe steht dem Anwender über die komplette Customer Journey zur Verfügung, sprich: von den ersten Schritten in die Welt der Robotik bis hin zum Ende des Lebenszyklus des Roboters. Sollte der Nutzer an Grenzen oder Hindernisse stoßen, wird ihm über das Ecosystem Zugang zu entsprechenden Schulungen gewährt.

Über offene Schnittstellen des Betriebssystems kann weitere Soft- und Hardware angeschlossen werden. So lässt sich das System einfach erweitern.

Das Ecosystem zeigt allen Teilnehmern mit einem Governance-Modell eine klare Vorgehensweise auf, sich aktiv zu beteiligen und zur Wertschöpfung beizutragen. Gleichzeit wird darüber laut Unternehmen sichergestellt, dass die Anwender geschützt sind.

Erste Anwendung und Ausblick

Der Cobot LBR iisy leitet eine neuen Ära der Automatisierung bei Kuka ein.

© Kuka

Als erster sensitiver Cobot wird der LBR iisy in Kombination mit der Robotersteuerung KR C5 micro und der Bedieneinheit smartPAD pro ausschließlich auf dem neuen Betriebssystem laufen. Das Ziel des Unternehmens: Neueinsteigern den Zugang zur Robotik erleichtern und die bestehende Kundenbasis weiterentwickeln. Ini den kommenden Jahren soll jedes Kuka-Produkt mit dem neuen Betriebssystem iiQKA.OS ausgestattet sein.

Ein erstes Anwendungsbeispiel sehen Sie im Video.

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