Start-up-Atlas 2025
Wo aktuell die meisten Start-ups entstehen
In welchen Ländern und Städten wurden seit Mitte 2024 am meisten Start-ups gegründet? USA ist an der Spitze, San Francisco ist die weltweite Start-up-Hauptstadt, London und Paris sind die einzigen europäischen Städte in den Top 10. Die Gisma University of Applied Sciences gibt tiefere Einblicke.
Während die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in den 20 größten Städten in Deutschland zwischen 2022 und 2024 von 4.515 auf 10.107 Fälle anstieg, stellt sich umso dringlicher die Frage: Wo entstehen überhaupt noch zukunftsfähige, finanzierte Start-ups? Um dieser Frage nachzugehen, hat die private Wirtschaftshochschule Gisma University of Applied Sciences eine neue Untersuchung auf Basis der Crunchbase-Datenbank durchgeführt. Berücksichtigt wurden alle Unternehmen, die zwischen dem 8. Mai 2024 und dem 10. Juni 2025 gegründet wurden und seither eine Finanzierung von mindestens einer Million Euro erhalten haben (inklusive der Startfinanzierungssumme).
USA und China führen das Länderranking an
Die Vereinigten Staaten sind das dominierende Gründungsland für Start-ups. Insgesamt haben 267 der analysierten Unternehmen dort ihren Hauptsitz, das entspricht etwa 46,3 Prozent aller betrachteten Gründungen. Auf Platz zwei folgt China mit knapp 38 Start-ups und einem Anteil von rund 6,6 Prozent. Großbritannien (32) kommt auf circa 5,5 Prozent, Indien (21) auf 3,6 Prozent und Deutschland (11) auf 1,9 Prozent. Auch Frankreich (11), Kanada (8), Singapur (8) und die Vereinigten Arabischen Emirate (8) zählen zu den aktiveren Start-up-Standorten weltweit.
San Francisco bleibt globaler Hotspot
Auf Stadtebene bestätigt sich das bekannte Bild: San Francisco mit dem nahe gelegenen Silicon Valley und seiner Top-Infrastruktur bleibt das weltweit bedeutendste Zentrum für Start-ups. 53 der über 500 untersuchten Unternehmen sind dort angesiedelt. Auch New York mit 32 Start-up-Hauptsitzen und London mit 25 Gründungen zeigten in den letzten Jahren eine hohe Konzentration an unternehmerischer Aktivität. Dahinter folgen Palo Alto (15), Los Angeles (12), Paris (10) und Singapur (8).
Deutschland im europäischen Spitzenfeld
Mit elf registrierten Start-up-Gründungen teilt sich Deutschland im europäischen Vergleich mit Frankreich den zweiten Platz hinter Großbritannien. Innerhalb Deutschlands ist Berlin (4) der wichtigste Standort für junge Unternehmen mit hoher Finanzierung. Auch München (2) und Hamburg (2) ordnen sich im erweiterten Städtevergleich ein und unterstreichen die Bedeutung Deutschlands als attraktiver Start-up-Standort.
Prof. Dr. Peter Konhäusner, Vizepräsident und Professor für Digitales Unternehmertum an der Gisma University of Applied Sciences, fordert mehr politische Unterstützung, um das Gründerpotenzial in Deutschland zu entfalten und im globalen Wettbewerb mithalten zu können. „Die USA geben weiterhin unangefochten den Takt in der globalen Start-up-Szene vor – mit Innovationskraft, Kapital und einem ungebremsten Gründergeist. Europa? Kämpft nach wie vor mit Bürokratie, Risikoaversion und einem Flickenteppich nationaler Regeln. In Berlin, Paris oder London tut sich zwar einiges – aber das Tempo reicht nicht. Wenn Europa nicht dauerhaft abgehängt werden will, braucht es mehr als Förderprogramme und Symbolpolitik. Es braucht eine echte Gründerkultur – mit mutigen Entscheidungen, auch in der öffentlichen Auftragsvergabe. Deutschland hätte mit seinem internationalen Image, seiner Wirtschaftsstärke und seiner Technologiebasis alle Voraussetzungen, im globalen Start-up-Wettbewerb ganz vorne mitzuspielen – aber wir nutzen dieses Potenzial nicht. Zu oft bremsen Steuerpolitik, Regulierungen und langwierige Prozesse den Innovationsdrang aus. In den USA fließt das Kapital schneller, Talente finden schneller ihren Platz – genau da müssen wir ansetzen. Als Gisma verstehen wir uns nicht nur als akademische Institution, sondern als Key Player, der mitgestaltet, mitredet und sich einmischt – damit Deutschland aus dem Start-up-Mittelfeld an die internationale Spitze aufschließen kann.“
Die Datengrundlage für die Erhebung umfasste 577 Unternehmen aus der Crunchbase-Datenbank, die zwischen dem 8. Mai 2019 und dem 8. Mai 2024 gegründet wurden und zum Zeitpunkt der Erhebung eine Finanzierung von mindestens einer Million Euro erhalten haben. Analysiert wurden die Hauptsitz-Standorte dieser Start-ups, ausgewertet nach Ländern und Städten.
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Über die Gisma University of Applied Sciences Die Gisma University of Applied Sciences ist eine staatlich anerkannte private Hochschule. Auf ihrem Campus am Jungfernsee in Potsdam und Berlin vereint sie Studierende und Lehrende aus über 95 Nationen der Welt. In ihren Programmen bildet sie Studierende in Management, Leadership, Data Sciences, AI und Softwareengineering aus. Studierende lernen von forschungsorientierten Dozenten sowie von Führungskräften und Gründern. Die Hochschule kooperiert mit einem Netzwerk global agierender Unternehmen aus Wirtschaft und Bildung, wie beispielsweise Zalando, Ebay und Vattenfall und ist Mitglied von „SAP University Alliances“. Ihr Ziel ist es, innovative Impulse auf Wirtschaft und Gesellschaft zu geben, indem sie ihre Studierenden auf die Managementpraxis in einer von ständigem Wandel und zunehmender Komplexität geprägten Welt vorbereitet. Alle Studiengänge der Gisma sind staatlich anerkannt und werden von der Foundation for International Business Administration Accreditation (FIBAA) und dem Akkreditierungsrat begutachtet. Zudem ist die Gisma Teil der GUS Germany GmbH (GGG), einem Netzwerk von Hochschuleinrichtungen mit mehr als 18.000 Studierenden an Standorten in Deutschland, Europa und darüber hinaus. http://www.gisma.com |










