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Artikel und Hintergründe zum Thema

IBM-Studie zu KI bis 2030

Andrea Gillhuber,

KI soll Umsatzwachstum treiben

Eine Studie des IBM Institute for Business Value zeigt: Führungskräfte in Deutschland und der Schweiz erwarten bis 2030 deutliche Umsatz- und Produktivitätsimpulse durch Künstliche Intelligenz. Gleichzeitig bestehen Unsicherheiten bei Integration und strategischer Umsetzung.

© IBM

Künstliche Intelligenz wird nach Einschätzung von Führungskräften in Deutschland und der Schweiz bis 2030 zu einem zentralen Wachstumstreiber. Laut einer neuen Studie des IBM Institute for Business Value erwarten 81 % der befragten deutschen und 73 % der schweizerischen Führungskräfte, dass KI einen signifikanten Beitrag zum Unternehmensumsatz leisten wird. Derzeit liegen diese Werte bei 43 % in Deutschland und 30 % in der Schweiz. Gleichzeitig geben nur 25 % der deutschen und 20 % der schweizerischen Befragten an, klar zu wissen, aus welchen Quellen dieser zusätzliche Umsatz stammen soll.

Die Studie basiert auf einer globalen Befragung von 2.007 C-Level-Führungskräften, darunter 100 aus Deutschland und 40 aus der Schweiz. Sie wurde im dritten und vierten Quartal 2025 in 33 Ländern und 20 Branchen durchgeführt. Ziel war es, Erwartungen an die Entwicklung von Organisationen zwischen 2025 und 2030 zu analysieren, unter anderem mit Blick auf KI-gestützte Betriebsabläufe, neue KI-Modelle, Qualifikationsanforderungen und Quantencomputing.

Trotz strategischer Unsicherheiten rechnen die Befragten mit stark steigenden Investitionen. Bis 2030 erwarten sie einen Anstieg der KI-Investitionen um 148 % in Deutschland und 156 % in der Schweiz. Gleichzeitig äußern 59 % der deutschen und 68 % der schweizerischen Führungskräfte die Sorge, dass KI-Initiativen an einer unzureichenden Integration in die Kerngeschäftsprozesse scheitern könnten.

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Inhaltlich verschiebt sich der Fokus von Effizienzgewinnen hin zu Innovation. Derzeit fließen rund 45 % der KI-Ausgaben in Deutschland und der Schweiz in Effizienzsteigerungen. Bis 2030 erwarten deutsche Führungskräfte, dass 62 % der Ausgaben innovationsorientiert sein werden, in der Schweiz sind es 63 %. Entsprechend gehen 61 % der deutschen und 55 % der schweizerischen Befragten davon aus, dass Wettbewerbsvorteile künftig eher durch Innovation als durch reine Ressourcenoptimierung entstehen.

Weltweit rechnen die Studienteilnehmer mit einer Produktivitätssteigerung von 42 % durch KI bis 2030. 56 % der deutschen und 65 % der schweizerischen Führungskräfte erwarten, den Großteil dieser Effekte bis dahin realisiert zu haben. Ein erheblicher Teil der Produktivitätsgewinne soll in Wachstum reinvestiert werden, insbesondere in Deutschland (77 % gegenüber 55 % in der Schweiz).

Technologisch sehen viele Unternehmen ihre Stärke in der Reife ihrer KI-Modelle. Gleichzeitig fehlt häufig eine klare Roadmap: Nur 23 % der deutschen und 35 % der schweizerischen Befragten wissen, welche KI-Modelle sie bis 2030 konkret einsetzen wollen. Die Mehrheit rechnet mit multimodellfähigen Architekturen sowie einer wachsenden Bedeutung kleiner Sprachmodelle gegenüber großen Sprachmodellen. Zudem erwarten weltweit jene Unternehmen höhere Produktivitäts- und Margenzuwächse, die KI über mehrere Arbeitsabläufe hinweg mit spezialisierten Modellen skalieren.

Auch Führungsrollen und Qualifikationsanforderungen werden sich laut Studie deutlich verändern. Rund zwei Drittel der Befragten erwarten, dass KI Ressourcen- und Qualifikationsengpässe abbauen wird. Gleichzeitig gehen viele davon aus, dass heutige Qualifikationen bis 2030 weitgehend an Bedeutung verlieren und neue Führungsrollen entstehen.

„KI wird Unternehmen nicht nur unterstützen, sie wird sie definieren“, sagte Mohamad Ali, Senior Vice President bei IBM Consulting. „Bis 2030 werden die Unternehmen, die sich durchsetzen, KI in jede Entscheidung und jeden Arbeitsablauf einfließen lassen.“

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