Verbindungstechnik/Anschlusstechnik
Weidmüller scheitert mit R.Stahl-Übernahme
Weidmüller wird die geplante Übernahme der R. Stahl AG nicht weiter verfolgen. Der Grund: Die von Weidmüller selbst gesetzte Mindestannahmequote von mehr als 50 Prozent der Stimmrechte an dem auf Explosionsschutz spezialisierten Unternehmen wurde nicht erreicht.
Mitte April hatte das Detmolder Unternehmen Weidmüller bekannt gegeben, den Aktionären der R. Stahl AG ein öffentliches Übernahmeangebot für sämtliche Aktien zu unterbreiten. Die Unternehmensführung von R. Stahl stand diesem Angebot von Anfang an ablehnend gegenüber und auch die Aktionäre der Gründerfamilien, die über mehr als 50 Prozent der Stimmrechte verfügen, hatten Weidmüller bereits vor der Abgabe des öffentlichen Angebots klar signalisiert, dass sie sich als langfristig orientierte Großaktionäre sehen und damit einen Verkauf ausschließen.
Die Frist, bis zu der die Aktionäre von R. Stahl ihre Wertpapiere andienen konnten, endete am vergangenen Dienstag. Nach Ende der Auszählung steht fest, dass Weidmüller zum Ende der Angebotsfrist lediglich rund 17 Prozent der Stimmrechte angeboten wurden.
Dr. Peter Köhler, Vorstandsvorsitzender von Weidmüller, zur gescheiterten Übernahme: „Wir sind enttäuscht, dass wir die Mindestannahmeschwelle für den Zusammenschluss nicht erreicht haben. Das ist eine verpasste Chance für beide Unternehmen.“ Erleichterung hingegen bei Martin Schomaker, Vorstandsvorsitzender der R. Stahl AG: „Wir danken allen Aktionären, die sich dafür entschieden haben, weiterhin Aktionär bei R. Stahl zu bleiben. Diese Unterstützung ist für uns Auftrag und Ansporn zugleich, den Wachstumskurs als Spezialist im Explosionsschutz eigenständig mit aller Kraft weiter zu beschreiten."









