Automatisierung
Turck knackt 500-Millionen-Euro-Marke
Turck erwartet zum Ende des Geschäftsjahres 2015 einen konsolidierten Gruppenumsatz von rund 500 Mio. Euro. Eine Kooperation mit Bihl+Wiedemann führt zudem zu einer Erweiterung des Portfolios um Safety-Produkte.
Die Turck-Geschäftsführer Christian Wolf (links) und Ulrich Turck sind mit dem Geschäftsjahr 2015 überaus zufrieden.
© TurckDamit betrug das konsolidierte Gruppenwachstum gegenüber dem Vorjahr über 14 %; währungskursbereinigt entspricht dies einer Steigerung von mehr als 6 %. "Wir werden unser 2014 gestecktes Wachstumsziel von mindestens 5 % in diesem Jahr übertreffen", sagte Turck-Geschäftsführer Christian Wolf anlässlich der Jahrespressekonferenz des Familienunternehmens am 20. Oktober.
Die Zahl der Mitarbeiter stieg weltweit von 3500 auf 4000. Dieser Anstieg ist darin begründet, dass Turck in Mexiko eine eigene Produktionsstätte eröffnet hat und die Mitarbeiter der ehemaligen Offshore-Produktion in Saltillo übernommen hat.
Im Rahmen ihrer Internationalisierungsstrategie 2020 setzt die Firma Turck auf regionale Nähe und weltweite Lösungskompetenz. Erreicht werden soll dies laut Wolf durch einen massiven Fokus und weitere Investitionen in der ASEAN-Region (Association of Southeast Asian Nations). So seien unter anderem der Ausbau der Landesgesellschaft in Singapur zum regionalen ASEAN-Headquarter sowie die Gründung neuer Landesgesellschaften in Malaysia und Thailand geplant. Zudem soll in Asien eine Fertigung mit voller Wertschöpfungstiefe entstehen. Als Wachstumsziel für 2016 gab Wolf trotz der nach wie vor instabilen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erneut mindestens 5 % aus.
Safety-Kooperation mit Bihl +Wiedemann
Jochen Bihl, Geschäftsführer von Bihl+Wiedemann, und Turck-Geschäftsführer Christian Wolf mit dem gemeinsam entwickelten hybriden Safety-/Standard-Block-I/O-Modul TBPN.
© Computer&AUTOMATIONIm Rahmen der Pressekonferenz gab Turck zudem eine Kooperation im Bereich der funktional sicheren Automatisierungstechnik bekannt: "Durch die intensive Zusammenarbeit mit Bihl+Wiedemann kann Turck ab sofort ausgereifte Safety-Produkte auf den Markt bringen", sagte Turck-Geschäftsführer Christian Wolf. Mit der Kooperation bündeln beide Unternehmen ihre Kernkompetenzen: "Turck verbindet seine IP67-Expertise mit dem Safety-Know-how von Bihl+Wiedemann", so Wolf weiter. "Insbesondere die Software-Entwicklung und das Zulassen von Safety-Lösungen verlangen viel Wissen und Erfahrung in diesem Bereich, von der wir und vor allem unsere Kunden durch die Zusammenarbeit nun profitieren können."
Die parallel vorgestellten hybriden Safety-/Standard-Block-I/O-Module 'TBPN' sind das erste Ergebnis der Kooperation. Bihl+Wiedemann liefert für das neue Profinet/Profisafe-I/O-Modul die Safety-Elektronik für die sicheren Ein- und Ausgänge samt zugehöriger Sicherheitssoftware. Turck kombiniert diese auf der Hauptplatine mit den Standard- und IO-Link-Ports zu einem multifunktionalen, robusten Safety-Standard-Modul, das die Schutzarten IP65/67/69K erfüllt.
Neuer Geschäftsführer für Turck Österreich
Und last but not least gibt es noch eine personelle Änderung: Ab 1. November 2015 ist Stephan Auerböck neuer Geschäftsführer von Turck in Österreich. Der 44-jährige Ingenieur war seit der Übernahme der ehemaligen Turck-Vertretung Intermadox und der Gründung der Turck GmbH im Jahr 2010 als Vertriebsleiter und Prokurist bereits für das komplette operative Geschäft in Österreich verantwortlich. In der Position als Geschäftsführer in Österreich löst Auerböck Christian Wolf ab, der diese Funktion bislang zusätzlich zu seinen Geschäftsführungsaufgaben bei der Turck in Detuschland sowie der Turck Holding ausübte.














