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Artikel und Hintergründe zum Thema

Eaton / T-Systems

Günter Herkommer,

Kooperation in Sachen IoT

Eaton hat eine Zusammenarbeit mit T-Systems beim Internet der Dinge (IoT) bekannt gegeben. Gemeinsames Ziel ist, Maschinen- und Anlagenbauern sichere Lösungen zur Vernetzung ihrer Systeme in der Cloud zu ermöglich.

Christof Spiegel (Eaton, links) und Wilfried Bauer (T-Systems) - ihr gemeinsames Ziel: In drei Jahren sollte jede neue Maschine in Europa 'IoT ready' sein, ein großer Teil davon mit Technologie von Eaton und T-Systems.

© Eaton

„Die digitale Transformation schafft niemand alleine – den reinen Software-Anbietern fehlt die notwendige Industriekompetenz, und Maschinenbauer haben nicht immer die Möglichkeit und Mittel, in sichere, leistungsfähige IoT- und Cloud-Technologie zu investieren“, umreißt Christof Spiegel, Geschäftsführer bei Eaton Industries, die Beweggründe für die vor kurzem geschlossene Allianz mit T-Systems. Gemeinsames Ziel beider Unternehmen ist es, einfach zu skalierende Lösungen anzubieten, bei der die Maschinen ihre Prozess- und Zustandsdaten über standardisierte Protokolle wie OPC-UA bereitstellen beziehungsweise in der Cloud gespeichert werden können. Zudem sollen basierend auf diesen Daten analytische Methoden für die Auswertung und Nutzung dieser Datenströme (Big Data)entwickelt werden.

„Funktionen wie Datenanalyse und Fernwartung gibt es zwar heute bereits in der Maschine, aber hier ist der lokale Datenspeicher begrenzt, so dass eine Analyse von Informationen nur über einen relativ kurzen Zeitraum möglich ist“, merkt Spiegel in diesem Kontext an. Markus Lindemann, Leiter Systemintergration für digitale Lösungen, Cloud und Internet der Dinge bei T-Systems, ergänzt: „Es geht künftig verstärkt darum, relevante Daten von einzelnen Komponenten in der Maschine zu erfassen und zu analysieren, welche Wechselwirkungen sich hier im Gesamtkontext des Maschinenbetriebs ergeben und wie sich diese auf die Produktivität auswirken. Mit der Cloud lassen sich nicht nur die Daten einer, sondern vieler Maschinen zusammenführen und auswerten – sei es von einer Fertigungsstätte oder auch von verschiedenen Standorten weltweit. Zusätzlich schaffen die Daten die Basis für neue digitale Geschäftsmodelle wie etwa ‚Product as a Service‘.“ An der genauen Ausgestaltung des Angebotes arbeiten beide Konzerne derzeit noch. Erste verkaufsfähige Lösungen sollen im ersten Halbjahr 2017 vorgestellt werden.

Auf die Frage, warum Eaton hierzulande jetzt mit T-Systems eine IoT-Partnerschaft eingeht, wo man doch in den USA bereits eine eigene Cloud-Lösung anbietet, entgegnet Spiegel: „Die Struktur des deutschen Mittelstandes mit ihrem starken Fokus auf Sicherheit, Verlässlichkeit und Datenschutz lässt sich nur mit einem etablierten Partner in Deutschland ideal bedienen, der entsprechend der strengen lokalen Datenschutzvorschriften agiert. In diesem Zusammenhang spielt auch die Tatsache eine Rolle, dass die Rechenzentren in Deutschland stehen und die Zugriffskontrolle deutschen Datentreuhändern obliegt.“

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