Energieketten
Geschmiert ohne zu schmieren
Um Produktverunreinigung durch Schmiermittel auszuschließen, sind bei der Getränkeabfüllung spezielle Lösungen gefragt: Zum Beispiel Rollenketten, die das Kettengelenk von innen dauerhaft schmiert.
Die Zuführung von Faltschachteln in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie erfolgt in Tray-Packer-Units durch Rollenketten mit speziellen Mitnehmern. Die entsprechenden Maschinen fassen fertige Produkte zu sogenannten Multi-Packs für den gesammelten Weitertransport zusammen.
Üblicherweise kommen bei diesem Verpackungsschritt Rollenketten zum Einsatz, die regelmäßig zu schmieren sind. Dabei kann es passieren, dass das Produkt oder die Verpackungseinheit mit Schmiermittel benetzt wird. Zudem wirken schmierstoffbehaftete Maschinenelemente wie diese Kette wie ein Staubmagnet. Neben dem optisch schmutzigen Eindruck, der besonders in der Lebensmittelverpackung nicht akzeptabel ist, können Verunreinigungen aber auch die Standzeit der Kette vermindern.
So kann sich Staub, der unweigerlich durch den Kartonverpackungsprozess entsteht, an der Kette absetzen und in das Kettengelenk eindringen. Das kann dazu führen, dass die Schmierung im Gelenk gestört wird, was wiederum den Verschleiß begünstigt. Andererseits kann der Staub die Kette so verunreinigen, dass die erforderliche Nachschmierung mit neuem Schmierstoff nicht sichergestellt ist. Die Schmierung an sich erfordert regelmäßige Wartungsintervalle beziehungsweise eine automatische Schmiermittelzuführung – und beides verursacht Kosten.
Je weniger Schmierung also im Prozess stattfindet desto besser. Auf die Schmierung komplett zu verzichten birgt allerdings die Gefahr, dass die Kettengelenke versteifen oder es zu einer ungleichen Längung der parallel laufenden Kettenstränge kommt. Produktionsfehler und ein früher Austausch der Kette wären wiederum die Folge.
Vor diesem Hintergrund hat Tsubaki eine spezielle Tray-Packer-Kette entwickelt, bei der auf eine Nachschmierung verzichtet werden kann. Das Ketten-gelenk schmiert sich selbst von innen heraus – und zwar mittels einer Sinterbuchse, die mit einem lebensmittelkonformen NSF-H1-Schmierstoff imprägniert ist. Der Kettenaufbau verhindert, dass der Schmierstoff aus dem Kettengelenk austritt. Zudem reduziert die durchgehende Innenschmierung einen ungleichmäßigen Gelenkverschleiß und die vorzeitige Längung der Kette. Auf ein zusätzliches Schmiersystem kann somit verzichtet werden.
An Mitnehmer angepasst
Weil sich beim Transport der Faltschachteln spezielle Mitnehmer während des Umlaufs um die Kettenräder auf- und wieder zuklappen, ist diese sogenannte Lambda-Kette schmaler ausgeführt. Um bei einem Austausch der Ketten bestehende Mitnehmer wiederverwenden zu können, hat der Kettenhersteller speziell dafür einen maßgeschneiderten Montagestift entwickelt.
In den Tray-Verpackungsmaschinen werden mehrere Ketten parallel betrieben, weshalb die Mitnehmer die Faltschachteln exakt parallel zuführen müssen. Konkret ist bei der Tray-Packer-Kette eine maximale Abweichung der Kettenlänge von 0,5 mm unabhängig von der geforderten Gesamtlänge garantiert. Dies stellt der Hersteller über den Einsatz einer ausgeklügelten Apparatur zur Messung der Kettenlänge (‚Matchy‘ genannt) sicher.










