Siemens
Erster Steuerschrank aus grünem Stahl
Die Siemens-Tochter Alpha Verteilertechnik bietet nach eigenen Angaben den ersten, komplett aus grünem Stahl gefertigten Steuerschrank für die Industrie an.
Die Steuerschrankserie ‚Sivacon 8MF1‘ der Siemens-Tochter Alpha Verteilertechnik wird zu 100 % aus Schrott von europäischen Lieferanten mit Windkraft gefertigt. Mit diesem Schritt verfolgt Siemens seine Nachhaltigkeitsziele in den Bereichen Dekarbonisierung und Ressourceneffizienz, die im DEGREE-Rahmenwerk festgelegt sind.
Beim Herstellungsprozess für die Steuerschränke sind die CO2- Emissionen um 70 % geringer als bei herkömmlichem Stahl, der in der Regel in einem Hochofen mit Eisenerz und Kohle hergestellt wird. Diese Reduktion lässt sich in eine Einsparung von 308 kg CO2 pro Schrankeinheit übersetzen. Derzeit ist die Stahlproduktion für 8 % der weltweiten Emissionen verantwortlich. Da die Nachfrage nach Stahl weiter steigt, ist es von entscheidender Bedeutung, die Produktion zu dekarbonisieren, so der Konzern.
Die neue Variante weist die gleichen technischen Eigenschaften und Funktionalitäten wie Schränke aus herkömmlichem Stahl auf. Dies ermöglicht größeren Industriekunden, ihre CO2-Emissionen zu reduzieren und ihren Nachhaltigkeitszielen näher zu kommen.
Das DEGREE-Rahmenwerk
Das DEGREE-Rahmenwerk ist Teil der langfristigen Strategie von Siemens, eine führende Rolle im Bereich nachhaltige Entwicklung einzunehmen und sowohl ökologische als auch soziale Herausforderungen aktiv anzugehen. Es soll sicherstellen, dass das Unternehmen nicht nur wirtschaftlich erfolgreich ist, sondern auch einen positiven Beitrag zu Umwelt und Gesellschaft leistet. DEGREE steht als Akronym für sechs Säulen:
- Decarbonization: Siemens strebt an, die CO2-Emissionen zu reduzieren und bis 2030 klimaneutral zu werden.
- Ethics: Das Unternehmen legt Wert auf ethisches Handeln in allen Geschäftsbereichen und möchte hohe Standards im Bereich Compliance und Transparenz setzen.
- Governance steht für eine verantwortungsvolle und transparente Unternehmensführung, die Nachhaltigkeit und langfristige Wertschöpfung sicherstellen soll.
- Resource Efficiency: Effiziente Nutzung von Ressourcen und Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks stehen im Fokus, um die natürlichen Ressourcen zu schonen.
- Equity: Der Konzern möchte Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion innerhalb des Unternehmens und in der Gesellschaft fördern.
- Employability: Die Entwicklung von Fähigkeiten und Kompetenzen der Mitarbeitenden soll gefördert werden, um die Beschäftigungsfähigkeit und das Wohl der Belegschaft zu sichern.










