Weidmüller

Günter Herkommer,

E/A-System u-remote wird erweitert

Im September vergangenen Jahres ist Weidmüller nach 13 Jahren 'Abstinenz' wieder in den Markt für Remote-I/O-Systeme eingestiegen. Zur Hannover Messe kommen nun weitere Module auf den Markt - unter anderem mit der doppelten Anzahl von Anschlüssen.

© Computer&AUTOMATION

Bereits zur Markteinführung von u-remote im zurückliegenden Herbst hatte Weidmüller den Anspruch erhoben, mit einer Baubreite von nur 11,5 mm über die schmalsten am Markt erhältlichen E/A-Module zu verfügen. Zur Hannover Messe im April legen die Detmolder nun auch in puncto Anschlusstechnik die Messlatte hoch - und zwar mit den neuen HD-Modulen für den Anschluss von Sensoren und Aktoren.

 

Das Kürzel HD steht für 'High Density': an jedem einzelnen HD-Steckverbinder lassen sich vier Leitungen mit Querschnitten zwischen 0,14 und 0,32 mm2 anschließen, was letztlich zu 32 Anschlusspunkten auf einem Modul der Baubreite 11,5 mm führt. "Mit diesen Werten erreicht u-remote ein bisher nie da gewesenes Niveau der Anschlussdichte und lässt sich bei vergleichbarem Funktionsumfang deutlich kleiner auslegen als alle alternativen Systeme", ist Andreas Hoffmann, Produktmanager Elektronische Interfacetechnik bei Weidmüller, überzeugt.

Weiter abgerundet wird das Leistungsspektrum von u-remote zur Hannover Messe durch Module mit Frequenzzähler-Technologie. Hoffmann hierzu: "In vielen Fällen sind zur zielgenauen Anlagensteuerung Informationen in der SPS über aktuelle Geschwindigkeiten, Durchflussmengen oder auch Winkeländerungen von Inkremental- oder Drehzahlgebern unerlässlich. Mit Standardfunktionen lassen sich diese jedoch nicht erfassen, weshalb wir das Modulportfolio um diese spezifische Funktionalität erweitert haben." Das entsprechende Eingangsmodul erfasst Signale im Bereich von 0,1 bis 100 kHz aus jeglichen Quellen und ist somit universell einsetzbar für eine große Bandbreite an frequenzabhängigen Automatisierungsapplikationen.

Nicht zuletzt spielt das Thema Diagnose beim E/A-System eine wichtige Rolle. So besteht etwa die begleitende Aufgabe der neuen Ein- und Ausgangsmodule mit Einzelkanaldiagnose darin, Schäden an der Verbindungstechnik zielgerichtet zu detektieren und zum Beispiel als Drahtbruch oder Kurzschluss zu diagnostizieren. Auf Ebene des einzelnen Sensors/Aktors wird von dem Modul hierzu der aktuelle Funktionsstatus zur Steuerung gemeldet, aus dem dann im notwendigen Wartungsfall detaillierte Informationen – etwa über die genaue Schadstelle einer Leitung - heraus gelesen werden können.

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