MVTec/Microsoft

Jan Bihn,

3D-Bildverarbeitung spielend umgesetzt

MVTec hat den Kamera-Sensor Kinect der Spielekonsole Xbox erfolgreich mit seiner 3D-Bildverarbeitungssoftware Halcon verbunden. Trotz des spielerischen Ansatzes bietet die Kombination durchaus Potential für industrielle Anwendungen.

Kinect ist eine günstige Sensor-Kombination für die 3D-Bildverarbeitung.

© MVTec

Die Kombination Kinect/Halcon erlaubt 3D-Verfahren, wie etwa das oberflächenbasierte 3D-Matching. Möglich ist das, weil Microsofts Kinect keine einfache Kamera ist, sondern eine Sensor-Kamera-Kombination aus einer RGB-Kamera und einem Tiefensensor, der auf strukturiertem Infrarotlicht basiert. Im Online-Handel ist das Gerät aktuell für etwa 120 Euro erhältlich.

Dr. Markus Ulrich aus der Entwicklungsabteilung von MVTec, erklärt wie die Verbindung funktioniert: „Wir haben ein Halcon-Interface auf Basis einer Open-Source-Beta-Version des Kinect-Treibers implementiert. Anhand der Standardkalibrierung von Halcon konnten wir das Tiefenbild in metrische X-, Y- und Z-Koordinaten transformieren.“

Ulrich sieht im günstigen Kinect-Sensor Potential für industrielle Applikationen, denkbar seien Industrieanwendungen wie Bin-Picking (robotergestütze Vereinzelung), Verpackung oder Palettierung.

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