
Zur Luftverschmutzung in Wuppertal liegen bislang nur wenige Daten vor. Das wollte Tobias Gerbracht (19) ändern – er baute mithilfe einer Speziallampe eine Messstation. Die Lampe strahlt auf einen fernen Reflektor, der das Licht wiederum zu einem Teleskop sendet. Das Licht legt so bis zu zwei Kilometer durch die Atmosphäre zurück. Anhand des ankommenden Lichtspektrums lässt sich dann die Stickoxid-Konzentration in der Luft errechnen, weil jeder Schadstoff in der Atmosphäre auf eine charakteristische Weise Licht absorbiert. So konnte Gerbracht nachweisen, dass der Stickoxid-Gehalt der Wuppertaler Stadtluft den EUGrenzwert zeitweise deutlich überschreitet. Für seine Entwicklung erhielt er bei Jugend forscht 2017 den Preis für die beste interdisziplinäre Arbeit und den Preis für eine Arbeit zum Thema Klimaschutz.
