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Artikel und Hintergründe zum Thema

Lenze

Andrea Gillhuber | Andrea Gillhuber,

Reibungslose Mensch-Maschine-Interaktion

Maschinen und Anlagen verfügen über viele verschiedene Funktionen. Diese Komplexität gilt es zu beherrschen. Eine bedienerfreundliche Visualisierung ist dabei entscheidend.

Benutzerzentrierter Visualisierungslösungen von Lenze: Kernelemente sind webbasierte Client-Server-Architekturen, Parametrierbarkeit der dargestellten Oberflächen und eine Bibliothek von vorbereiteten Visualisierungselementen, die nach Usability-Prinzipien gestaltet sind.

© Lenze

Die Anforderungen an eine moderne Bedienoberfläche haben sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Experten sprechen von ‚Consumerization‘ und meinen damit, dass Anwender im geschäftlichen Kontext zunehmend eine ähnliche Funktionalität voraussetzen wie im privaten Bereich. Maßgeblich sind hier die täglichen Erfahrungen bei der Nutzung von Smartphones oder Tablets. So erwarten Nutzer heute mobilen Zugriff auf die Anwendungen, eine intuitive Nutzerführung und Features wie Gestensteuerung, Multi-Touch-Funktionalität und Mehrsprachigkeit. Für Anlagenbetreiber ist darüber hinaus besonders die Zukunftssicherheit ihrer Investitionen wichtig.

Die Lösung klingt einfach: Der Einsatz von Web-Technologien ermöglicht die Entwicklung von Visualisierungen, die all diesen Ansprüchen genügt. HTML5, CSS und JavaScript im Frontend sowie Client-Server-Strukturen für die Content-Distribution haben sich auf breiter Front bewährt. Neben SPS-Programmierern müssten Unternehmen zudem Web-Entwickler und User-Interface-Designer beschäftigen, um Maschinen mit einer professionellen Web-Visualisierung auszustatten. Für diese Klientel bietet Lenze eine Lösung.

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Bedienoberfläche via Drag&Drop gestalten

Die Lösung umfasst den Easy UI Designer, eine Anwendung für Windows-Rechner, die vorgefertigte Bedienelemente, so genannte Controls, sowie Vorlagen für komplette Seiten enthält. Die Bedienelemente sind in verschiedenen Designs nutzbar, können per Drag-and-Drop in die Visualisierung eingefügt und dort mit SPS-Variablen verknüpft werden.

Darüber hinaus ist die Fast UI-Runtime auf einem Lenze-Controller erforderlich. Derzeit können die Modelle c520 und c550 zu diesem Zweck eingesetzt werden. Sie liefern die nötige Arbeitsleistung, um neben der SPS-Steuerung die Kommunikation der Visualisierungsdaten an den Client zu bewerkstelligen. Die Palette der geeigneten Controller wird zukünftig erweitert werden.

Völlig frei ist der OEM bei Größe, Auflösung und Ausrichtung des Displays. Die Web-Visualisierung kann im Responsive-Design projektiert werden, das sich dem verfügbaren Bildschirm anpasst. In der Vergangenheit konnte es passieren, dass bei einem Retrofit die Bedienoberfläche nur noch winzig klein auf einem Bruchteil der Displayfläche dargestellt wurde, wenn beispielsweise größere Bildschirmdiagonalen und hochauflösende Panels verbaut wurden. Dieses Problem besteht mit einer Web-Visualisierung nun endgültig nicht mehr. Zusätzlich ermöglicht eine Visualisierung im Responsive-Design den flexiblen Einsatz mobiler Endgeräte wie Tablets oder Smartphones, die zunehmend Verwendung im Maschinenbau finden.

Kundenspezifische Benutzeroberflächen mit hoher Nutzerfreundlichkeit

Der Easy UI Designer bringt eine Reihe von Vorlagen mit, beispielsweise für die Benutzerverwaltung, das Alarmsystem oder auch die Rezeptverwaltung. Für die Entwicklung setzt Lenze auf die Unterstützung einer Spezialistin für UX-Design. Dr. Julia Jürgens, promovierte Usability-Expertin, achtet auf zeitgemäße, einfach nutzbare Elemente und Seitenvorlagen. Zugleich sind die Vorlagen so konzipiert, dass der OEM sie schnell an seine Corporate Identity (CI) und seine Bedürfnisse anpassen kann.

Mit eigenem Logo, der zugehörigen Farbgebung sowie spezifischen Elementen in der Kopf- und Fußleiste der Oberfläche lässt sich die Maschinenvisualisierung einfach individualisieren.

Eine Palette an Werkzeugen unterstützt das digitale Engineering. Darunter den Easy System Designer (ESD), um die grundlegende Maschinen-Topologie zu erstellen, den PLC Designer zur automatisierten Erstellung der Steuerungssoftware oder den Easy Product Finder (EPF), der die Auswahl der Komponenten vereinfacht und den Warenkorb befüllt. Langfristige Strategie des Automatisierungsherstellers Lenze ist es, diese Anwendungen zu einer Tool-Chain zu vereinen, sodass der Engineering-Prozess einer Maschine noch effizienter wird. Auf Basis der Asset Administration Shell (AAS, auch Verwaltungsschale oder digitaler Zwilling genannt) können so in Zukunft aus dem ESD heraus die nötigen Informationen für das zugehörige Visualisierungsprojekt automatisiert in den EASY UI Designer übernommen werden.

Funktionsvielfalt beherrschen

Die Bedienoberfläche ist das Gesicht der Maschine gegenüber dem Kunden. Eine zeitgemäße und intuitive Visualisierung mit hoher User-Experience, sichert die reibungslose Mensch-Maschine-Interaktion. Sie unterstützt den Anwender dabei, die Funktionsvielfalt zu beherrschen und im Fehlerfall schnell Abhilfe schaffen zu können. Mit dem Umstieg auf Web-Technologien werden OEMs diesen Anforderungen gerecht. Doch Maschinenbauer sollten sich nicht allein damit zufriedengeben. Denn eine professionelle UX-Gestaltung und die fortschreitende Integration ins digitale Engineering, die eine höhere Effizienz in der Entwicklung ermöglicht, bieten den entscheidenden Mehrwert.

Lenze unterstützt bei der Realisierung benutzerzentrierter Visualisierungslösungen. Kernelemente sind webbasierte Client-Server-Architekturen, Parametrierbarkeit der dargestellten Oberflächen und eine Bibliothek von vorbereiteten Visualisierungselementen, die nach Usability-Prinzipien gestaltet sind.

Nach Unterlagen von Lenze

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