Scada / Visualisierung
Mitsubishi Electric mit Doppel-Strategie
Seit der letzen SPS/IPC/Drives hat Mitsubishi eine DCS-ähnliche Lösung mit Scadafunktionen und Elektro-Engineering – das in Kooperation mit Adroit entwickelte MAPS. Seit kurzem kooperiert Mitsubishi nun auch mit dem Scada-Anbieter Iconics. Die Hintergründe erläutert Hartmut Pütz, Executive President Europe bei Mitsubishi Electric.
Zielen beide Lösungen nicht in dieselbe Richtung – eine langfristig verfügbare Scada-Lösung für Mitsubishi Electric zu entwickeln?
Ganz klar, das Ziel ist zum einen eine langfristige Sicherung unserer Interessen im Bereich klassischer Scadasoftware – die Iconics-Partnerschaft. Zum anderen haben wir mit MAPS eine DCS-ähnliche Lösung mit einer bedeutend geringeren Komplexität im Bereich Scada. Die Technologie-Komponenten - unsere Entwicklungsplattform GXWorks 2 und EZSockets als Middleware - sind dieselben beziehungsweise werden es sein.
Woran arbeiten Iconics und Mitsubishi Electric?
Aktuell steht die Integration der Iconics-Scada-Familie in GXWorks 2. Dazu entwickeln wir eine neue Generation unserer Middleware EZSockets, die dann auch bei MAPS zum Einsatz kommt. Der Fokus liegt auf Lösungen für das Energiemanagement und Automatisierungslösungen für Südostasien, Brasilien und die USA.
Wie geht es mit der Adroit-Kooperation jetzt weiter?
Die Gemeinschaftsentwicklung zwischen Adroit und Mitsubishi befindet sich in der dritten Release-Generation. Nachdem die ersten erfolgreichen Implementierungen in Südafrika abgeschlossen sind, haben wir die ersten Erfolge in Europa erzielt, insbesondere in der Wasserwirtschaft und der Lebensmittelindustrie. Auf der Messe zeigen wir das erste Mal eine Batch-Lösung, die reinrassig auf unserer modularen Steuerung basiert und ohne PC-Plattform auskommt. Die Integration von Eplan als Engineering-Umgebung für MAPS ist ein noch laufendes Projekt. Damit wollen wir die vor allem in Südafrika bevorzugte CAD-Lösung von Deesoft ergänzen.
Mit Beijer Electronic haben sie einen dritten Partner für Visualisierung und HMI-Panel.
Mit Beijer Electronic verbindet uns eine langjährige Partnerschaft bei den Visualisierungsgeräten – mit Fokus auf die Hardware. Wir werden auch die neueste Generation der iX-Panel von Beijer vertreiben.
Muss es langfristig nicht auf eine einzige Scada-Lösung hinauslaufen, allein schon wegen der Durchgängigkeit beim Engineering und den Kosten für die weitere Softwareentwicklung und Systempflege?
Schlussendlich liegt die Entscheidung bezüglich der Scada-Lösung beim Kunden. Auch wenn sich diese Frage derzeit nicht stellt, sollte es ein Ziel sein, langfristig nur noch eine Lösung anzubieten.










