Feldgeräte-Integration
Einigung über Zukunft der FDI-Technologie
Am Rande der Namur-Sitzung in Bad Neuenahr haben die FDI Cooperation, die FieldComm Group und Profibus&Profinet International ihre gemeinsame Strategie verkündet, den Markt mit FDI-Technologie zu versorgen und die Entwicklung und Wartung von FDI zukünftig sicherzustellen.
Achim Laubenstein von ABB (Geschäftsführer FDI), Ted Masters (Präsident & CEO der FieldComm Group), Hans-Georg Kumpfmüller von Siemens (Vorstandsvorsitzender der FDI) und Karsten Schneider (Vorsitzender von Profibus und PROFINET International ) auf der FDI-Pressekonferenz am 5. November in Bad Neuenahr.
© FDI CooperationDie Field Device Integration (FDI) Technologie hat zum Ziel, die beiden Methoden EDDL und FDT/DTM2 zur Integration von Feldgeräten in einer Lösung zu vereinen. Zu diesem Zweck hatten die fünf Interessenverbände der Automatisierungsindustrie – FDT Group, Fieldbus Foundation, HART Communication Foundation, Profibus & Profinet International und OPC Foundation – ihre entsprechenden Aktivitäten in einem Gemeinschaftsunternehmen mit der Bezeichnung FDI Cooperation gebündelt.
Auf der Namur-Hauptsitzung 2014 wurde nun zum einen die Freigabe der FDI-Spezifikation bekannt geben. Damit werden Hersteller von Produkten der Automatisierungstechnik in der Lage sein, FDI-kompatible Produkte und Host-Systeme zu entwickeln. Zum anderen kündigten die beteiligten Organisationen an, dass nach der für Mitte des Jahres geplanten Auflösung der FDI Cooperation die FDI-Technologie in der FieldComm Group weitergeführt werden soll. Letztere ist unlängst aus der Fusion der beiden Feldbusorganisationen Fieldbus Foundation und der HART Communication Foundation hervorgegangen. In enger Zusammenarbeit mit der Profibus Nutzerorganisation (PNO) soll hier zukünftig die neue Heimat der FDI- Technologie sein.
Beide Partner - PNO und FieldComm – wollen gemäß der Vereinbarung sicherstellen, dass der Markt gut mit FDI-Technologie, den Tools und Komponenten für FDI für die Protokolle Foundation Fieldbus, HART, Profibus und Profinet versorgt ist. Zudem werden beide Organisationen weiterhin ihre vorhandene Struktur des technischen Supports und der Konformitätsprüfung weltweit aufrechterhalten, um ihre Mitglieder bei der Implementierung der FDI-Technologie zur Wahrung der Interoperabilität zwischen verschiedenen Anbietern zu unterstützen. Ab dem ersten Quartal 2015 nimmt die neu gegründete FieldComm Group Bestellungen für das Integrated Development Environment (IDE) als auch die Common Host Components entgegen.
Die FDI-Spezifikation
Das Herzstück der FDI-Spezifikation ist das FDI Device Package, in dem alles enthalten ist, was ein Host-System für die Integration eines intelligenten Gerätes benötigt. In einem FDI Host wird jedes Gerät durch ein FDI Device Package repräsentiert, das je nach Komplexität und Anforderungen des jeweiligen Gerätes skaliert werden kann. Jedes FDI Device Package muss eine Gerätebeschreibung (EDD) enthalten, die Parameterdefinitionen, Parameterstrukturen für kontextspezifische Ansichten sowie automatisierte Geräteprozeduren (wie z.B. Kalibrierung) umfasst. Ein FDI Device Package kann User Interface-Plug-Ins enthalten, das sind Softwarekomponenten zur Unterstützung von modernen Geräteinbetriebnahme- und Diagnosefunktionen. Ebenso können mit dem FDI Device Package Produkthandbücher, Bilder, elektronische Zertifikate und sonstige Anhänge geliefert werden.
Mit FDI Device Packages können Hersteller von Automatisierungstechnik intelligente Geräte einfacher entwickeln und integrieren, da sie für jedes Gerät nur ein einziges einheitliches FDI Device Package erstellen müssen, das für alle Host-Systeme und Tools verwendet werden kann. Dadurch werden die Gesamtentwicklungskosten verringert, während bestehende Funktionen beibehalten und erweitert werden können. Mit einem einzelnen FDI Device Package ist es auch für Anwender einfacher, Informationen von intelligenten Geräten zu verwalten, da es nun nicht mehr erforderlich ist, unterschiedliche Technologien unter einen Hut zu bringen und beträchtliches Kapital in die spezifischen Integrationsaufwände für mehrere Technologieplattformen zu investieren.
Die fertig gestellte FDI Spezifikation kann zur Produktentwicklung eingesetzt werden und steht auf der Website der FDI Cooperation LLC unter http://www.fdi-cooperation.com zum Download zur Verfügung.












