Webviusalisierung / Scada
Ein Dogma fällt: Webfactory auf iOS und Android
Ob Störungsanalysen, Performanceabfragen oder die Maschinenbedienung – vieles kann und wird heute von überall erledigt – vorausgesetzt die Software bedient alle Smartphone-Plattformen. Bislang auf Microsoft eingeschworen, unterstützt die Firma Webfactory über HTML5 künftig auch iOS und Android.
Mit steigender Leistungsfähigkeit von Smartphones und den höheren Datenübertragungsraten der Funk-Netze werden immer komplexere Anwendungen mit einer größeren Funktionalität möglich. „Ebenso steigt das Interesse an mobilen Anwendungen für die Anlagenüberwachung und die Darstellung von wichtigen Leistungskennzahlen (KPI)“, so Bernhard Böhrer, Geschäftsführer der Firma Webfactory, die sich auf browserbasierte Scada-Lösungen auf Basis von Microsoft-Betriebssystemen spezialisiert hat – bislang jedenfalls.
Auf der gestrigen Pressekonferenz stellte Böhrer nun die Verfügbarkeit seiner Webvisualisierung auf Basis von HTML5 vor. Böhrer bleibt also weiterhin ein Verfechter von Microsofts Silverlight und Windows. Neben Microsoft Silverlight wird der neue Webstandard HTML5 in den nächsten Jahren an Bedeutung gewinnen. „Webfactory ist wie immer einer der Ersten, wenn es gilt, diese aufkommenden Standards in unser Produkt zu integrieren“, betont Böhrer. Da die Visualisierung auf HTML5 basiert, sind die damit erstellten Applikationen sofort mit den mobilen Internet-Browsern der Smartphones und Tablets nutzbar – auch deren Multitouch-Bedienung und Gestiksteuerung.
Erste Tests mit Windows 8 zeigen, dass die Software bereits stabil und performant darauf läuft. „Selbstverständlich ist das nicht, da die .NET-Plattform von Microsoft in den letzten Jahren einige große Entwicklungsschritte vollzogen hat“, betont Böhrer. Software, die mit dieser rasanten Entwicklung nicht Schritt gehalten hat, sei schlimmstenfalls nicht mehr lauffähig. Er fühlt sich heute in seiner Entscheidung bestätigt, bereits vor drei Jahren auf den XAML-Standard (Extensible Application Markup Language) für grafische Benutzeroberflächen und auf eine zukunftsfähige Softwarearchitektur gesetzt zu haben. XAML ermöglicht beispielsweise die Erstellung von leistungsfähigen Visualisierungs-Controls, die neben einer ansprechenden, vektorbasierten Grafik auch komplexe Logiken enthalten können und damit die Projektierungszeit reduzieren.
Um weiterhin Trends und Kundenbedürfnisse frühzeitig zu erkennen, geht Webfactory noch einen Schritt weiter: Über ein Feedback-Portal können zertifizierte Anwender (WebXperts-Partner) interaktiv die künftigen Produkte mitgestalten. Dazu Böhrer: „Kunden können bequem ihre Ideen einbringen, wir erhalten wertvolle Anregungen für die Entwicklung und können zeigen, dass wir mit unseren 250 Mannjahren an Entwicklungs-Know-how jegliche Kundenanforderungen umsetzen können.“ ausgewählte Kunden erhalten bereits im Dezember Zugriff auf das Feedback-Portal.










