Wirtschaft fordert Bürokratieabbau
Verbände drängen auf Umsetzung des ‚Omnibus I‘-Pakets
Neun führende Wirtschaftsverbände kritisieren das Scheitern des Omnibus I im Europäischen Parlament und fordern von EU und Bundesregierung eine zügige Umsetzung des geplanten Bürokratieabbaus zur Entlastung der Unternehmen.
Nach mehr als einem Jahr politischer Ankündigungen zum Bürokratieabbau wenden sich neun Wirtschaftsverbände in einem offenen Brief an die EU- und Bundespolitik. Anlass ist das Scheitern des ‚Omnibus I‘-Pakets im Oktober im Europäischen Parlament, das zuvor als Kompromiss zur Vereinfachung von Berichts- und Sorgfaltspflichten ausgehandelt worden war.
Die Verbände, darunter BAVC, BDWi, BGA, Der Mittelstandsverbund, Gesamtmetall, Stiftung Familienunternehmen und Politik, VCI, VDMA und ZVEI, sehen darin ein fatales Signal für die europäische Wirtschaft. „Die Unternehmen brauchen endlich Planungssicherheit, praxistaugliche Regeln und eine Reduktion auf das Nötigste, statt weiterer Unsicherheit“, heißt es im Schreiben.
Das ‚Omnibus I‘-Paket soll die Überregulierung in der Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD) und der Lieferkettenrichtlinie (CSDDD) korrigieren, die in ihrer aktuellen Form einen unverhältnismäßigen Aufwand verursachen.
Die Verbände fordern die europäischen Gesetzgeber auf, zeitnah eine tragfähige Lösung zu präsentieren. In der kommenden Plenarsitzung müsse das Europäische Parlament ein deutliches Signal für Verlässlichkeit und Handlungsfähigkeit senden. „Ohne Entlastung droht der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft ein bleibender Schaden“, heißt es abschließend.
Den vollständigen Wortlaut des offenen Briefes finden Sie hier.










