Schaeffler
Schaeffler startet stabil ins Geschäftsjahr 2024
Schaeffler stellte die Geschäftszahlen für das 1. Quartal 2024 vor und überrascht mit währungsbereinigt stabilen Umsatzzahlen. An der Prognose für das laufenden Jahr hält die Gruppe trotz Umstrukturierungsmaßnahmen und der Vitesco-Verschmelzung fest.
Der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler hat die Zahlen für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2024 vorgestellt. In den ersten drei Monaten lag der Umsatz mit 4,085 Mrd. Euro währungsbereinigt unter dem Vorjahresniveau (Q1/2023: 4,152 Mrd. Euro). In den ersten drei Monaten konnte der Konzern ein EBIT vor Sondereffekten von 322 Mio. Euro (Q1/2023: 335 Mio. Euro) erzielen. Die EBIT-Marge vor Sondereffekten lag mit 7,9 % leicht unter Vorjahresniveau (Q1/2023: 8,1 %), was unter anderem auf den atEquity Beitrag aus der erstmaligen Einbeziehung der 38,9-Prozent-Beteiligung an der Vitesco Technologies Group zurückzuführen war.
Im Berichtszeitraum war das Ergebnis durch Sondereffekte in Höhe von netto 93 Mio. Euro positiv beeinflusst, welche im Wesentlichen auf eine rechnungslegungsbezogene Schätzungsänderung bei der Bewertung des gruppenweiten Vorratsvermögens zurückzuführen sind. Das EBIT inklusive Sondereffekte legte um 70,3 % auf 415 Mio. Euro zu (Q1/2023: 244 Mio. Euro). Auch bei dem den Anteilseignern des Mutterunternehmens zurechenbaren Konzernergebnis, das zum ersten Quartal 2024 insgesamt 231 Mio. Euro betrug, ergab sich mit einem Plus von 79,7 % eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr (Q1/2023: 128 Millionen Euro).
Die Umsätze in der Region Europa ging währungsbereinigt um 0,4 %zurück. Die Region Americas erreichte ein währungsbereinigtes Umsatzplus von 4,2 %, während die Umsätze in den Regionen Greater China und Asien/Pazifik um währungsbereinigt 3,6 und 0,5 % unter den Vorjahreswerten lagen.
Ausblick bestätigt
Der Vorstand hat seinen Ausblick für das Geschäftsjahr bestätigt. Erwartet wird weiterhin ein deutliches, währungsbereinigtes Umsatzwachstum mit einer EBIT-Marge vor Sondereffekten von 6 bis 9 % sowie ein Free Cash Flor vor Ein- und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten in Höhe von 300 bis 400 Millionen Euro.
Vor dem Hintergrund der im Jahr 2024 geplanten organisatorischen Anpassungen im Zusammenhang mit der Verschmelzung von Vitesco verzichtet Schaeffler auf einen Ausblick auf die Entwicklung der einzelnen Sparten.
Die Sparten im Überblick
Zum 1. Januar 2024 wurde der Unternehmensbereich »Lager« aus der Sparte »Automotive Technologies« in die Sparte »Bearings & Industrial Solutions«, bisher Industrial, überführt. Das Geschäft »Automotive Aftermarket« wurde in »Vehicle Lifetime Solutions« umbenannt. Im ersten Quartal wies die Sparte Bearings & Industrial Solutions einen Umsatzrückgang auf, welcher aber durch das Automotive-Geschäft ausgeglichen werden konnte.
Der Sparte Bearings & Industrial Solutions verzeichnete einen währungsbereinigten Rückgang der Umsätze um 4,1 % auf 1,677 Mrd. Euro (Q1/2023: 1,787 Mrd. Euro). Im ersten Quartal erwirtschaftete die Sparte ein EBIT vor Sondereffekten von 143 Mio. Euro (Q1/2023: 159 Mio. Euro). Die EBIT-Marge vor Sondereffekten lag bei 8,5 % (Q1/2023: 8,9 %). Der leichte Rückgang der EBIT-Marge vor Sondereffekten war insbesondere auf Volumeneffekte zurückzuführen.
Während die Region Europa einen Umsatzrückgang um währungsbereinigt 5,4 % vorwies, stiegen die Umsätze im Berichtszeitraum in der Region Americas um währungsbereinigt 4,1 %, maßgeblich zurückzuführen auf den Umsatzanstieg im Sektorcluster Aerospace und bei Automotive Bearings. In der Region Greater China lag der Umsatz in den ersten drei Monaten währungsbereinigt um 9,8 % unter dem Vorjahreswert. Das schwache Marktumfeld wirkte deutlich belastend auf die Umsatzentwicklung. Rückgänge wurden vor allem im Sektorcluster Wind gemeldet. Die Region Asien/Pazifik wies im Berichtszeitraum einen währungsbereinigten Umsatzrückgang um 2,6 % auf.
Die Sparte Automotive Technologies erzielte auf angepasster Basis während der ersten drei Monate des Jahres Umsatzerlöse in Höhe von 1,770 Mrd. Euro (Q1/2023: 1,778 Mrd. Euro). Das leichte währungsbereinigte Wachstum der Umsatzerlöse von 0,8 % resultierte vor allem aus dem Hochlauf von Projekten und übertraf insgesamt die weltweite Automobilproduktion. Dieser Zuwachs ist vor allem auf Volumenanstiege aus dem Hochlauf von Projekten in den Unternehmensbereich E-Mobilität und Fahrwerksysteme zurückzuführen. Der Auftragseingang im ersten Quartal lag insgesamt bei 2,1 Mrd. Euro; 1,5 Mrd. Euro entfielen auf den Unternehmensbereich E-Mobilität. Das EBIT vor Sondereffekten lag bei 93 Mio. Euro (Q1/2023: 87 Mio. Euro), die EBIT-Marge bei 5,3 % (Q1/2023: 4,9 %)
Die Sparte Vehicle Lifetime Solutions steigerte ihren Umsatz um währungsbereinigt um 8,6 % auf 625 Mio. Euro (Q1/2023: 581 Mio. Euro). Das EBIT vor Sondereffekten lag bei 109 Mio. Euro (Q1/2023: 90 Mio. Euro), die EBIT-Marge bei 17,4 % (Q1/2023: 15,4 %).
Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands der Schaeffler AG: »Die positiven Ergebnisse in den Sparten Automotive Technologies und Vehicle Lifetime Solutions haben den marktbedingt rückläufigen Trend im Industriegeschäft erfolgreich kompensiert. An unserem Ausblick für das Gesamtjahr halten wir unverändert fest.«










