ABB-Quartalszahlen

Stefan Kuppinger,

Industrieautomation und Antriebe im Höhenflug

Auftragseingang, Umsatz, Ertrag – trotz der hohen Vergleichswerte vom Vorjahr konnte der schweizerische ABB-Konzern im dritten Quartal 2011 fast überall zulegen. Die Bereiche Industrieautomation und Antriebe ragten dabei heraus.

„Wir blicken auf ein solides drittes Quartal zurück, in dem wir gut gewirtschaftet haben“, sagte Joe Hogan, Vorsitzender der ABB-Konzernleitung.

© ABB

Beim Umsatz fiel die Steigerung gegenüber Q3/2010 mit +18 Prozent von knapp 8,2 Milliarden US-Dollar auf 9,33 Milliarden US-Dollar deutlich aus. Bis auf die Division Prozessautomation konnten alle ABB-Bereiche dazu beitragen. Die Umsätze des Anfang 2011 übernommenen Antriebslieferanten Baldor Electric herausgerechnet, wuchs der Konzernumsatz nur um vier Prozent. Das Geschäft mit Services stieg dagegen um zehn Prozent und machte im dritten Quartal 16 Prozent vom Gesamtumsatz aus. Beim Auftragseingang konnte der Konzern über alle Bereiche um acht Prozent zulegen und den Auftragsbestand von 26,6 Milliarden US-Dollar auf fast 28,5 Milliarden Dollar steigern.

ABB-Angaben zufolge investierten die Kunden in die Steigerung der Energieeffizienz und Produktivität ihrer Anlagen sowie in die Zuverlässigkeit der Stromversorgung. „Dies führte im dritten Quartal in allen Divisionen zu Auftragszuwächsen gegenüber dem Vorjahresquartal“, sagte Joe Hogan, Vorsitzender der ABB-Konzernleitung. Dank des kräftigen Auftragswachstums von Baldor verzeichnete die Division Industrieautomation und Antriebe mit über 50 Prozent in Lokalwährungen das stärkste Wachstum. Zudem lag der Zuwachs beim Robotik- und Leistungselektronikgeschäft im zweistelligen Bereich. In Summe resultierte daraus ein organisches Auftragsplus von 15 Prozent – mehr als doppelt so viel wie für den ganzen Konzern, das sechs Prozent betrug.

In der Division Niederspannungsprodukte erhöhte sich der Auftragseingang leicht, was insbesondere auf die steigende Nachfrage nach Niederspannungssystemen zur Verbesserung der Energieeffizienz in der Industrie zurückzuführen ist. Bei einigen Standard-Produktlinien war die Nachfrage dagegen rückläufig. Auch in der Division Industrieautomation und Antriebe schwächte sich - Baldor herausgerechnet - das Auftragswachstum ab. Die Division Prozessautomation verzeichnete dagegen ein Auftragsplus von fünf Prozent, wie auch die Division Energietechnikprodukte (+6 Prozent).

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