Hermes Award 2025

Andreas Mühlbauer,

Jury nominiert drei Unternehmen

Eine unabhängige Jury hat unter den Einreichungen drei Unternehmen für den Hermes Award 2025 nominiert: Igus, Schaeffler und Siemens.

© Deutsche Messe

Der Gewinner wird im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten der Hannover Messe am 30. März 2025 bekannt gegeben. Cem Özdemir, Bundesminister für Bildung und Forschung, wird den Preis übergeben.

Der Industriepreis wird alljährlich im Rahmen der Hannover Messe vergeben. Ausgezeichnet werden Produkte und Lösungen mit einem hohen technologischen Innovationsgrad. Marktreife und Wirtschaftlichkeit sind weitere Kriterien, die bei der Preisvergabe eine bedeutende Rolle spielen.

Juryvorsitzender und Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka, sagt: „Innovationen waren nie von größerer Bedeutung als heute, denn sie sind die Grundlage zur Lösung der großen Herausforderungen unserer Zeit. In diesem Sinne lassen mich die zahlreichen hervorragenden Bewerbungen für den Hermes Award optimistisch in die Zukunft blicken. So musste sich die Jury auch in diesem Jahr aus einer Vielzahl von exzellenten Einreichungen für nur drei entscheiden – eine schwere Aufgabe. Die drei ausgewählten Projekte demonstrieren anschaulich, wie neue Technologien zur Bewältigung praktischer Herausforderungen beitragen und wie Innovationen zu einem echten Wettbewerbsvorteil werden.“

Die Nominierten

Igus, Köln: Bei dem nominierten Produkt Mobile Shore Power Outlet (iMSPO) handelt es sich um eine Innovation in der Landstromversorgung von Häfen. Das System bietet eine mobile und flexible Lösung, indem es Steckdosen für Schiffe entlang eines Liegeplatzes bis zu einer Entfernung von 400 Metern exakt dort positionieren kann, wo sie benötigt werden. Dabei werden die Stromkabel in einer mit Rollen unterstützten Energiekette geführt, die speziell für lange Wege und schwere Lasten konzipiert ist. Dies schützt die Kabel vor Verschleiß und vermeidet Stolperfallen. Das System hat sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile: Emissionen schädlicher Stoffe werden in den Häfen gesenkt, da keine Dieselgeneratoren eingesetzt werden müssen. Gleichzeitig trägt das langlebige, wartungsfreundliche System dazu bei, die Betriebskosten zu senken und den wirtschaftlichen Nutzen für Hafenbetreiber zu maximieren.

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Schaeffler, Herzogenaurach: Nominiert wurde das neu entwickelte Wälzlager XZU. Es handelt sich dabei um ein zweireihiges Schrägnadellager, das über die gleichen Anschlussmaße wie die am Markt erhältlichen Kreuzrollenlager verfügt und damit eins zu eins problemlos austauschbar ist. Die Anordnung von sehr kleinen Zylinderrollen-artigen Wälzkörpern in einem zweireihigen Lager steigert die Kippsteifigkeit um 30 Prozent, gleichzeitig wird der Reibwiderstand um 20 Prozent reduziert und die Bahntreue um 40 Prozent erhöht. Dadurch ergeben sich direkte Effekte auf die Effizienz sowie die Produktivität und damit auch auf den Energieverbrauch pro Bauteil. Der Markt bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten für dieses neue Wälzlager. Von hohem Nutzen ist es zum Beispiel in der Robotik oder Montageautomation sowie bei Werkzeugmaschinen.

Siemens, München: Bei der nominierten Lösung handelt es sich um KI-gestützte „Industrial Copilots“, die die Effizienz der Arbeitskräfte steigern, indem sie repetitive Aufgaben eliminieren und die Produktivität erhöhen. Mit dem Industrial Copilot für das Siemens-Engineering-Framework TIA Portal, das weltweit mehr als 120.000 Nutzer hat, werden beispielsweise Ingenieure aller Erfahrungsstufen in die Lage versetzt, präzisen, vertrauenswürdigen Code viel schneller zu schreiben. Siemens bietet eine industrietaugliche Suite von Industrial Copilots, die die industrielle Wertschöpfungskette ganzheitlich abdeckt – von Design und Planung bis hin zu Engineering, Betrieb und Service. Diese Lösung macht generative KI für viele Unternehmen zugänglich. Angeboten werden sowohl Cloud- als auch On-Premises-Versionen, die lokal auf dem Shopfloor arbeiten, um unterschiedliche Anforderungen zu erfüllen.

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