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Artikel und Hintergründe zum Thema

Ukraine-Krieg

dpa | Andrea Gillhuber,

ebm-papst gibt Russlandgeschäft auf

Der Ventilatorenhersteller ebm-papst gibt wegen des Kriegs in der Ukraine und dessen wirtschaftlichen Folgen sein Geschäft in Russland auf. Für das abgelaufene Geschäftsjahr präsentierte das Familienunternehmen ein Rekordergebnis.

Klaus Geißdörfer, Vorsitzender der Gruppengeschäftsführung der ebm-papst Gruppe

© Christoph Schmidt/dpa

Zwei dortige Gesellschaften mit zusammen rund 50 Mitarbeitern werden an das lokale Management verkauft, wie Geschäftsführungschef Klaus Geißdörfer am Donnerstag (23. Juni) in Mulfingen (Hohelohekreis) sagte. »Wir liefern aktuell in einzelnen Fällen in Richtung Ukraine«, sagte er. Dort beschäftige der Hersteller knapp zehn Menschen.

Das Unternehmen ebm-papst produziert mit weltweit rund 14.800 Mitarbeitern Ventilatoren und Motoren für Klima- und Lüftungsanlagen, aber auch für die Hausgeräte- oder die Autoindustrie. Im vergangenen Geschäftsjahr, das im März endete, steigerte das Familienunternehmen seinen Umsatz um knapp zehn Prozent auf den Rekordwert von rund 2,3 Mrd. Euro. Wegen gestiegener Materialpreise ging der - nicht genauer bezifferte – Gewinn hingegen zurück, wie Geißdörfer erklärte.

Der Hersteller kämpft wie andere auch gegen den Mangel an Halbleitern und anderen Elektronikbauteilen. In einigen Bereichen werde deshalb die Produktion stillstehen, sagte Geißdörfer. Er bemängelte, dass es in Deutschland Halbleiterhersteller gebe, die weiter massiv exportierten. Die heimische Industrie habe das Nachsehen. »Das müssen wir überdenken in Deutschland, ob das so bleiben kann«, sagte Geißdörfer.

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