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Artikel und Hintergründe zum Thema

Jahrespressekonferenz von ebm-papst

Andrea Gillhuber,

Digitale Geschäftsmodelle weiter ausbauen

Digitale Lösungen zu vermarkten und zu vertreiben ist das Ziel der neugegründeten ebm-papst neo. Und auch sonst stehen die Zeichen bei ebm-papst auf Digitalisierung.

ebm-papst möchte die Digitalisierung konsequent vorantreiben.

© ebm-papst

Der Ventilatoren- und Antriebsspezialist ebm-papst gab am 24. Juni seine Zahlen für das am 31. März 2020 abgelaufene Geschäftsjahr 2019/2020 bekannt. Der Gruppenumsatz liegt mit 2,188 Mrd. Euro auf Vorjahresniveau (2,185 Mrd. Euro). Der Auslandsanteil lag bei 79 % (2018/2019: 78 %). Vor allem der amerikanische Markt entwickelte sich für ebm-papst erfreulich: um 5,8 % auf 286 Mio. Euro konnte das Unternehmen zulegen. Der Umsatz in Europa (ohne Deutschland) stieg um 1,7 % auf 1,042 Mrd. Euro (2018/2019: 1,023 Mrd. Euro), in Asien um 0,1 % auf 399 Mio. Euro. In Inlandsgeschäft setzte ebm-papst mit 462 Mio. Euro 6% weniger um als im vorangegangenen Geschäft.

Das am 31. März 2020 beendete Geschäftsjahr 2019/20 schloss das baden-württembergische Familienunternehmen ebm-papst mit einem Umsatz von 2,188 Mrd. Euro ab.

© ebm papst

Strategie zahlt sich aus

Geprägt war das Geschäftsjahr 2019/2020 von Unsicherheiten wie den wirtschaftspolitischen Streitigkeiten zwischen USA und China, dem Brexit sowie aktuell der Corona-Pandemie. Das Unternehmen setzt daher den Fokus auf die Sicherung des laufenden Betriebs sowie die Versorgung der Kunden. Für das aktuelle Geschäftsjahr steuert ebm-papst auf Sicht und plant mit unterschiedlichen Konjunktur-Szenarien. Gleiches gilt für Investitionen, die abhängig von der konjunkturellen Entwicklung weltweit gesteuert werden. Das derzeit im Bau befindliche EMV Labor in Mulfingen wird wie geplant fertiggestellt. Für den Bereich Forschung und Entwicklung werden für das Geschäftsjahr 2020/2021 rund 110,1 Mio. Euro bereitgestellt. Diese fließen unter anderem in die Weiterentwicklung auf den Gebieten Digitalisierung und IoT (Internet of Things) sowie Aerodynamik und Akustik.

Auch im vergangenen Geschäftsjahr verfolgte ebm-papst seine Strategie „local for local“ weiter. So wurde der dritte Produktionsstandort in Xi‘An in China fertiggestellt sowie der zweite Standort in den USA, Johnson City in Tennessee, in Betrieb genommen. Im Bereich des Lieferantenmanagements soll „Multiple Sourcing“ zukünftig noch stärker berücksichtigt werden. Mit dem „local for local“-Ansatz können laut Unternehmen Risiken aus handelspolitischen Konflikten und Währungskursvolatilitäten reduziert werden.

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Digitalisierung beschleunigen

Ebenfalls konsequent vorangetrieben wird die Digitalisierung. Im April wurde dazu die Gesellschaft ebm-papst neo gegründet. Deren Ziel: digitale Lösungen zu vermarkten und zu vertreiben. Dazu zählen Systeme zur intelligenten Datenanalyse, mit denen ebm-papst neo die Energiebilanz und Luftqualität in Gebäuden optimiert. »Die Digitalisierung in Verbindung mit Energieeffizienz ist ein bedeutendes Zukunftsfeld für die ebm-papst Gruppe und ermöglicht uns viele Chancen «, sagt Stefan Brandl, Vorsitzender der Geschäftsführung der ebm-papst Gruppe. »Als Innovationstreiber von Luft- und Antriebs-lösungen entwickeln wir mit Hilfe von IoT- und Cloudtechnologien neue Geschäftsmodelle, die unserem Unternehmen neue Wachstumspotentiale ermöglichen und vor allem unseren Kunden einen Mehrwert bieten werden.« Hierzu hat sich ebm-papst in den letzten Monaten an drei internationalen Start-ups beteiligt. Diese Partnerschaft ermöglicht einen schnellen Technologietransfer, beispielsweise bei den Themen „Verbesserung von Energiebilanz und Luftqualität in Gebäuden“ oder „intelligente Datenanalyse und –speicherung“.

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