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Artikel und Hintergründe zum Thema

OPC Foundation

Meinrad Happacher,

OPC UA auf Auto-Pilot!

OPC UA soll spätestens bis 2019 den Status eines weltweit anerkannten Standards des Industriellen Internet der Dinge IIoT erlangen – so die Pläne der OPC Foundation. Ein Update zum aktuellen Status gewährte die Pressekonferenz auf der Messe.

Im kommenden Jahr werden in Indien und Korea neue OPC-Niederlassungen eröffnet. Auf der SPS IPC Drives 2016 besiegelten sie die Dependance in Korea (v.l.n.r.): Tom Burke (President OPC Foundation), Byunghun Song (KETI, Director Smart Factory ICT), Soojin Ji (KETI, Smart Factory ICT) und Stefan Hoppe (Vice President OPC Foundation).

© OPC Foundation

“Wir liegen voll im Zeitplan”, freut sich Stefan Hoppe, Global Vice President der OPC Foundation und ergänzt: “Die OPC UA Adaption in Europa war – dank Industrie4.0 Hype - schon immer voraus. Der Druck am Markt lässt aber auch die Akzeptanz in Nordamerika gewaltig steigen.” Als Beleg führt Hoppe an, dass nun nach Emerson auch mit Rockwell Automation ein großer Player Anfang November die OPC UA Server- und Client-Integration in seinen Controllern Logix 5480 bekannt gab.

Die Companion Standards

Die gestiegene Anzahl der zu zertifizierenden Geräte und Maschinen führe nun auch dazu, dass ein zweites ‘OPC Labor Europa’ in Deutschland zum Jahresanfang seinen Dienst aufnimmt wo nun auch Nicht-OPC Mitglieder ihre Produkte zertifizieren lassen können. Hier sollen auch die zunehmende Anzahl der OPC UA Companion Standards zertifiziert werden, aktuell sind die Tests für PLCopen und AutoID in Vorbereitung. Initiiert durch Siemens und Harting hat die deutsche AIM-D Gruppe innerhalb von nur zwei Jahren für die AutoID Industrie die Spezifikation 2016 final verabschiedet. Beide Firmen liefern bereits ihre RFID Geräte mit integriertem OPC UA Server und semantisch identischer Schnittstelle aus, weitere Hersteller haben die Umsetzung angekündigt. In Deutschland forciert vor allem der VDMA mit seinen 38 Fachverbänden die Idee der OPC UA Companion Standards: Als Vorreiter stellten die Spritzgießer ‘OPC UA für Euromap77’ auf der diesjährigen K-Messe vor;  die Gruppe ‘Machine Vision’ startete im Mai mit den Arbeiten und Kuka treibt entsprechende Aktivitäten für die Robotik voran. Der VDMA fungiert bei diesen Aktionen als Koordinator und bereitet neben weiteren Standards für 2017 einen Leitfaden für seine Mitglieder vor.

Aber auch international gibt es Fortschritte: Eine erste Umsetzung von OPC UA für PackML wurde vor zwei Wochen in Chicago lanciert. Und die Öl&Gas Industrie testet bereits die durch MDIS festgelegte Semantik.

 

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Microsoft ist pro OPC UA

“In der Automatisierungsbranche fliegt OPC UA auf Auto-Pilot, das zieht weitere Global-Player an!”, so Stefan Hoppe. Beispiel  Microsoft: Das Unternehmen stellt nun zur Messe als Release-Version das Azure IoT Gateway SDK mit den Erweiterungen um OPC UA als Open Source zur Verfügung; die zügige Unterstützung von OPC Classic hat Microsoft ebenfalls angekündigt. Die Lösung ermöglicht die Interaktion von OPC-fähigen Geräten und Maschinen mit der Azure IoT Suite: Telemetriedaten können jetzt in die Azure Cloud gepushed werden. Des Weiteren lassen sich aus Azure Command- und Control-Aufgaben zurück in das Gerät einfach und sicher umsetzen. Einer der ersten Integratoren dieser Lösung ist das OPC-Neumitglied Hewlett Packard Enterprise: das HPE Edgeline Server EL20 ist ein IoT Gateway in Industriequalität und eignet sich dank hoher Rechenleistung auch für die Aufgaben der Datenaggregation und Edge Analytics. “Microsoft hält hohe Stücke auf OPC UA”, sagt Hoppe. In Windows 10 Präsentationen sei  OPC UA als einziger Standard für „Industrial IoT“ gelistet. Als weitere neu aufgenommene Big Player in der  OPC Foundation listet der Vice President die Firmen Cisco und Eaton (USA), LG (Korea), JTEKT und Renesas (Japan) sowie Lenze und Leuze (Deutschland) auf.


 

Nicht nur in der Industrie

Stefan Hoppe gibt sich bezüglich der Durchsetzung von OPC UA als weltweitem Standard für IoT optimistisch: “OPC UA ist im Umfeld von Industrie4.0 bereits gesetzt, im Industrial Internet Consortium  gibt es drei Testbeds mit OPC UA; für die chinesische Initiative ‘China 2025’ ist OPC UA bis Ende 2016 als nationaler Standard auf der Roadmap.“ Mit einer neuen kostenlosen OPC-UA Logo Mitgliederkategorie soll die Sichtbarkeit von OPC UA erhöht werden. Mit einem kleinen Seitenhieb bezieht sich Hoppe auch noch auf andere Kommunikationslösungen: “OPC UA ist keine Konkurrenz zu MQTT, AMQP oder anderen Protokollen; wer das glaubt hat OPC UA nicht verstanden als Framework für den sicheren Datenaustausch unabhängig von der Transportebene!” Hoppe sieht hier noch Aufklärungsarbeit: “Wir verteufeln diese Transportschichten nicht, sondern nutzen sie durchaus für die technologisch getriebenen Erweiterungen wie OPC UA Pub/Sub via UDP, AMQP und MQTT. Genau deshalb hat OPC UA das Potential ein akzeptierter weltweiter Standard für das IIoT zu werden, weit über die Automatisierungsbranche hinaus.”

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