Industrial Ethernet
Omron setzt auf Ethercat
Omron hat sich jetzt für Ethercat als Antriebsbus entschieden und will dessen Standardisierung in Japan vorantreiben.
„Nach einer ausgiebigen Untersuchungs- und Evaluierungsphase hat Omron Ethercat als sein nächstes Antriebs-Bussystem ausgewählt“, verkündete Eiji Ikeno, General Manager bei Omron und dort zuständig für die Motion Control Division, im Rahmen einer Pressekonferenz der Ethercat Technology Group. Seinen Worten nach werde Omron die Aufnahme von Ethercat als nationalen japanischen Standard vorantreiben, ein Konformitäts- und Interoperabilitäts-Testlabor in Japan einrichten und im nächsten Jahr Ethercat-basierte Servoantriebe und Umrichter sowie Antriebssteuerungen entwickeln -- zunächst für den europäischen Markt und für japanische OEMs, die Maschinen in den europäischen Raum exportieren.
ETG-Vorsitzender Martin Rostan: "Wir glauben, dass wir mit dem Safety-Profil eine Lücke in der Standardisierung schließen können."
Weiterer Programmpunkt auf der ETG-Pressekonferenz war das Thema sichere Antriebstechnik. Laut Martin Rostan, Vorsitzender der ETG, klammern derzeitige Antriebsprofile den Aspekt sicherheitsgerichteter Funktionen aus. Um diese Lücke zu schließen, erweitert die Ethercat Technology Group (ETG) derzeit das Safety-over-Ethercat-Protokoll um ein sicherheitsrelevantes Geräteprofil für Antriebe zur Ansteuerung und Konfiguration antriebsintegrierter Sicherheitsfunktionen wie sie in der Norm IEC 61800-5-2 definiert sind. Mit diesen Funktionen ist beispielsweise ein sicheres Stoppen des Antriebs realisierbar (Safe Torque Off, Safe Stop 2) oder auch eine sichere Überwachung der Bewegung. Das neue Profil „Safety DriveProfile“ ermöglicht es Rostan zufolge, die Safety-Funktionalität von Ethercat-Antrieben mit CiA402(CANopen)- oder Sercos-Antriebsprofil zukünftig herstellerunabhängig zu parametrieren und anzusteuern. Ebenfalls im Profil standardisiert wird die Parametrierung der sicherheitsrelevanten Antriebsfunktionen.
Erklärte Absicht der ETG ist es, die Nutzung des „Safety DriveProfiles“, welches vom Aufbau her unabhängig vom verwendeten Bussystem ist und spätestens zur Hannover Messe 2009 fertig gestellt sein soll, auch anderen interessierten Organisationen beziehungsweise Technologien zur Verfügung zu stellen.










