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Artikel und Hintergründe zum Thema

ZVEI zum Auftragseingang

Andrea Gillhuber,

Noch keine Erholung für Elektro- und Digitalindustrie

Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie musste auch im Mai 2024 einen Rückgang in den Bestellungen hinnehmen. Das meldet der ZVEI.

© Thomas G./Pixabay

»Die Auftragseingänge lagen erneut um 11,5 Prozent unterhalb ihres Vorjahreswerts, eine Erholung der Bestelltätigkeit lässt also noch weiter auf sich warten«, fasst ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann die Situation zusammen. Dabei fiel das Minus bei den Inlandsorders mit 14,9 % höher aus als bei den Bestellungen ausländischer Kunden (- 8,7 %). Aus der Eurozone gingen im Mai 8,1 % weniger neue Aufträge ein als im gleichen Vorjahresmonat. Die Bestellungen aus Drittländern reduzierten sich um 9,0 %.

Auftragseingänge und Produktion rückläufig

In den ersten fünf Monaten des Jahres 2024 sanken die Auftragseingänge der deutschen Elektro- und Digitalindustrie um 11,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Besonders stark war der Rückgang bei den Bestellungen aus dem Inland mit 14,5 %, während die aus dem Ausland um 8,6 % abnahmen. Im Euroraum gingen die Aufträge um 7,5 % zurück, während sie in Ländern außerhalb des Währungsraums um 9,2 % niedriger ausfielen als im Vorjahreszeitraum.

Die bereinigte Produktion elektrotechnischer und elektronischer Güter in Deutschland verzeichnete im Mai 2024 einen Rückgang von 15,7 % im Vergleich zum Vorjahr. »Allenfalls ein geringer Teil dieses Rücksetzers lässt sich mit weniger Arbeitstagen erklären«, so Gontermann. Insgesamt lag die Produktion der Branche in den ersten fünf Monaten des Jahres um 9,7 % unter dem Vorjahresniveau.

Die nominalen Erlöse der deutschen Elektro- und Digitalindustrie beliefen sich im Mai 2024 auf 17,2 Mrd. Euro, was einem Rückgang von 12,8 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der Inlandsumsatz sank um 15,5 % auf 8,0 Mrd. Euro, während der Auslandsumsatz um 10,5 % auf 9,2 Mrd.Euro zurückging. Davon entfielen 3,2 Milliarden Euro auf Geschäfte mit dem Euroraum, was einem Rückgang von 13,5 % entspricht, und 6,0 Mrd. Euro auf den Handel mit Drittländern, der um 8,9 % zurückging.

Im Zeitraum von Januar bis Mai 2024 fiel der Gesamtumsatz der Branche um 7,2 % auf 91,4 Mrd. Euro. Der Inlandsumsatz erreichte 43,8 Mrd. Euro, was einem Rückgang von 7,9 % entspricht, während der Auslandsumsatz um 6,6 % auf 47,6 Mrd. Euro zurückging. Mit Partnern aus der Eurozone wurden 17,3 Mrd. Euro (-6,2 %) und mit Kunden aus anderen Währungsgebieten 30,3 Mrd. Euro (-6,9 %) umgesetzt.

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34.000 Mitarbeitende in Kurzarbeit

 

Die Produktionspläne blieben im Juni 2024 nahezu unverändert, während sich die Beschäftigungspläne etwas positiver entwickelten als im Mai. Insgesamt waren 901.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie tätig, darunter 34.000 in Kurzarbeit.

»Das Geschäftsklima in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie blieb im Juni 2024 nahezu unverändert«, sagte Gontermann. „Sowohl die aktuelle Lage als auch die allgemeinen Geschäftserwartungen wurden nur geringfügig ungünstiger beurteilt als noch im Mai. Auch die Exporterwartungen veränderten sich im Juni kaum.“

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