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Artikel und Hintergründe zum Thema

Im Fokus: Digitalisierung in KMU

Meinrad Happacher,

Die fehlende Strategie

Stefan Knauf: »In unseren eigenen Werken ist es uns durch die Visualisierung unserer Arbeitsabläufe und die Einführung von Hilfsmitteln direkt am Montagearbeitsplatz gelungen, die Produktionseffizienz um 30 % zu steigern.« © Mitsubishi Electric

Wie können Unternehmen die Digitalisierung ihrer Fertigungsstätten vorantreiben? Mitsubishi Electric will mit einem Kaizen-basierten Konzept Hilfestellung bei dieser Aufgabe geben. Stefan Knauf, Division Manager Central Europe, erläutert im Gespräch, was genau hinter dem Angebot steht.

Herr Knauf, die digitale Transformation haben alle Firmen auf der to do Liste, wenn man sie fragt. Aber in der Umsetzung tun sie sich durch die Bank überwiegend schwer. Wo sehen Sie herfür die Gründe?

Stefan Knauf: Das Bewusstsein für die Notwendigkeit der Digitalisierung ist da. Aber welches sind die Hebel, um in diese Thematik einzusteigen? Welche Mitarbeiter-Skills, Hardware und Software-Tools und vor allem welche Budgets sind hierfür nötig? Viele offene Fragen – auf die die meisten keine klaren Antworten haben.

Mein Fazit ist: Die smart Factory kann nur dann erfolgreich gelingen, wenn eine umfassende Strategie, klare Prozessschritte, messbare Ziele sowie die nötigen Ressourcen und das Fachwissen zur Verfügung stehen und das Management aktiv dahintersteht.

Sie haben sich ja mit dem Smart Manufacturing Kaizen Level Konzept – kurz SMKL-Konzept – auf die Fahnen geschrieben, Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre Digitalisierung in kleinen, effizienten Schritten voranzutreiben. Was genau steckt hinter dem Kürzel und wie sieht die konkrete Vorgehensweise aus?

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Unser Konzept ist darauf ausgelegt, Unternehmen bei der Digitalisierung in gezielten Schritten zu unterstützen. Der Ansatz basiert auf der Kaizen-Philosophie, also der kontinuierlichen Verbesserung, die wir auf die digitale Transformation übertragen haben.

Die Grundidee ist die Möglichkeit der Skalierung von Klein nach Groß: Vom Sammeln der Daten, über die Visualisierung und Analyse bis zur Optimierung der Prozesse. Und das von der einzelnen Maschine bis hin zur ganzen Supply Chain. Das Konzept hilft Unternehmen dabei, ihre bestehende Infrastruktur zu analysieren und gezielt Prozesse zu identifizieren, die sich effizient digitalisieren lassen. Es ermöglicht ihnen, ihre Digitalisierung schrittweise und bedarfsgerecht voranzutreiben. In jeder Phase prüfen wir gemeinsam, welche Technologien oder Automatisierungslösungen sinnvoll sind, um Effizienzgewinne zu erzielen.

Dabei unterstützen wir mit einer Vielzahl an Lösungen, wie etwa unseren Automatisierungs-, Steuerungs- und Robotiksystemen sowie Software-Tools wie dem Melsoft Gemini 3D-Simulator für virtuelle Vorverifizierungen und Melsoft Vixio für visuelle Inspektionen.

Können Sie denn auch schon Erfolge vorweisen? Wie sehen diese aus?

Wir haben das Konzept in unseren eigenen Werken entwickelt und ausgerollt.
Durch die Visualisierung unserer Arbeitsabläufe und die Einführung von Hilfsmitteln direkt am Montagearbeitsplatz ist es uns gelungen, die Produktionseffizienz insgesamt um 30 % zu steigern. Gleichzeitig konnten wir die Schulungszeit für neue Mitarbeiter um 65 % reduzieren, was unseren Onboarding-Prozess erheblich beschleunigt hat. Auch die Produktionsumstellungen zwischen verschiedenen Modellen verlaufen nun 18 % schneller, und die durchschnittliche Montagezeit wurde um 12 % gesenkt. Angesichts dieser positiven Entwicklungen weiten wir das Modell auf die gesamte Fabrik aus, um eine allgemeine und langfristige Kostensenkung zu erreichen.

Was ist zu SMKL auf Ihrem Messestand zu sehen?

Wir stellen die einzelnen Schritte des Konzepts gemeinsam mit unseren Kompetenzpartnern dar - mit praktischen Umsetzungen und einer Vielzahl von Softwarelösungen.

Dazu gehören der Melsoft Gemini 3D Simulator, der virtuelle Fabriksimulationen ermöglicht und damit Entwicklungszeiten und -kosten deutlich senkt. Die KI-gestützte Vixio-Software ermöglicht visuelle Inspektionen, während Iconics Genesis eine Echtzeit-Überwachung und Alarmmanagement zur Minimierung von Ausfallzeiten bietet. Partnerunternehmen wie Takebishi und Mesalogic präsentieren ergänzende IoT- und SCADA-Lösungen, die Mitsubishi Electrics Angebot an industriellen Automatisierungsplattformen unterstützen.

Mitsubishi Electric auf der SPS 2024: Halle 6, Stand 348

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