Westermo
Ethernet auf die robuste Art
Ethernet in der Automation - nach Auffassung von Anders Felling, ist der Zenit dieses Trends noch lange nicht erreicht. Im Gespräch erläutert der Managing Director, wie sich Westermo darauf einstellt.
Herr Felling, welche Hoffnungen setzen Sie bei Westermo auf das Ethernet im industriellen Einsatz?
Ohne jetzt über Zahlen zu spekulieren, möchte ich sagen: Es ist definitv noch ein großes Wachstums-Potenzial vorhanden. Aus dieser Überzeugung heraus werden wir in den kommenden drei Jahren auch knapp 20 Millionen Euro in unser Unternehmen investieren und unsere Gesamtbelegschaft von 200 Mitarbeitern um rund 50 neue Stellen in Forschung und Entwicklung sowie im Verkauf erweitern. Verbunden mit diesem Investment streben wir eine Steigerung des Umsatzes von etwa 40 Millionen auf rund 80 Millionen Euro bis 2017 an.
Wie sehen Sie sich derzeit schon in Ihren Zielmärkten aufgestellt? Welche Position streben Sie an?
Wir konzentrieren uns seit den Anfängen in 1975 auf die industrielle Datenkommunikation und fertigen primär anspruchsvolle Lösungen für robuste Anwendungen in der Verkehrs-, Wasser- und Energie-Industrie. Dabei fokussieren wir derzeit auf zwei Märkte: das Bahn-Segment und den Bereich der geschäftskritischen, industriellen Netzwerke. Bei Onboard- und Infrastruktur-Kommunikationssystemen sehen wir uns als Technologieführer. Weiter ausbauen wollen wir die sogenannten "Mission Critical Edge Networks" in den Branchen Energie, öffentliche Netze, Industrie sowie Wasser und Abwasser.
Wie sieht Ihre technologische Roadmap für die nächsten drei Jahre aus?
Unsere Philosophie ist, dass gerade die Sicherheit und Verfügbarkeit der Kommunikationsmittel dauerhaft gewährleistet sein muss, auch unter schwierigen Bedingungen. Wir setzen und forcieren deshalb die Entwicklung robuster Routing-Switches, die einerseits in rauen Umgebungen eingesetzt werden können und andererseits den Herausforderungen der Cyber Security gewachsen sind. Wichtig ist uns auch der "Made Easy"-Ansatz, wie wir es nennen. Für den Anwender soll das bedeuten: eine schnelle Installation durch Plug & Play sowie eine einfache Bedienung und Wartung der Geräte.
Welche Produkte sind zu erwarten – beziehungsweise neu auf der SPS IPC Drives zu sehen?
Routing-Switches mit der gerade angesprochene State-of-the-Art-Kommunikation zeigen wir auf der Messe mit unserer neuen RedFox-Generation. Weiter präsentieren wir eine neue Geräte-Serie von Breitbandroutern, ein Netzwerk-Management-Tool und unsere weiterentwickelte Cloud-Lösung.










