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Artikel und Hintergründe zum Thema

M2M Hotspot

Meinrad Happacher,

Die Treiber der M2M-Technologie

Die M2M-Industrie wird in den nächsten Jahren deutlich zulegen. Die Strategieberatung PAC prognostiziert für den europäischen Markt bis 2020 einen Umsatz von rund 15,6 Mio. Euro – in diesem Jahr liegt er bei 5,2 Mio. Euro. Besonders die Einführung neuer Technologien wie 3G oder LTE und das wachsende Interesse der Endverbraucher an drahtlosen Technologien bietet der Branche ganz neue Wachstums-Chancen.

© EMEA Sales Sierra Wireless

Der Bedarf an M2M-Applikationen wird bis dato maßgeblich vom Verbrauchermarkt bestimmt. Laut Berg Insight sind neun von zehn der größten M2M-Entwicklungen in Europa am Konsumenten orientiert. Die wohl größten Projekte sind Smart Metering-Projekte; in den letzten Jahren nahmen dabei besonders Italien, Schweden, Finnland und die Niederlande Vorreiterrollen ein. Generell haben aber bei der Implementierung von M2M-Anwendungen die skandinavischen Länder die Nase vorn. Hierzu gehören das Tracking von privaten Fahrzeugen, Telematik-Angebote von großen Auto­mobilherstellern, Alarmanlagen sowie tragbare Computer und Tablets.

Wichtigster Treiber – der Energiemarkt Einer der wichtigsten Märkte für M2M ist der Energiemarkt. Immer mehr Staaten treiben im Zuge des Klimawandels alternative Energien voran. Dies liegt nicht zuletzt an den Zielvorgaben der EU: Bis zum Jahr 2020 soll der Ausstoß von Treibhausgasen der EU um mindestens 20 % sinken. Der Anteil erneuerbarer Energien und die Energie-Effizienz sollen sich um 20 % erhöhen. Dafür müssen die Staaten neue Wege finden, um die Stromproduktion bedarfsgerecht zu steuern, da sonst Energie unnötig verloren geht. Der Einsatz von Smart Metern und intelligenten Stromnetzen (Smart Grids) hilft, den Bedarf effizient zu steuern. In Italien gehören Smart Meter seit 2005 bereits zum Alltag, während hierzulande die Hauseigentümer noch bis 2022 Zeit haben, umzusteigen. Da Deutschland diesbezüglich eher ein Spätzünder ist, kommt der Bedarf an M2M-Lösungen erst langsam ins Rollen.

Ein weiteres Feld für M2M stellen die End-to-End-Energie-Management-Lösungen für industrielle und private Verbraucher, für Anwendungen der Strom­erzeugung und in Zukunft sogar für Kfz-Stromladestationen dar. Mithilfe von verschiedenen Cloud-Plattformen lassen sich mittlerweile M2M-Anwendungen relativ unkompliziert entwickeln und steuern. So können Anbieter von Solar-, Wind- und Wasserkraft oder der Öl- und Gasförderung mithilfe von Remote-Zugriffsmöglichkeiten ihre Betriebskosten erheblich reduzieren. Selbst kleine oder weit entfernte Standorte lassen sich jederzeit aus der Ferne erreichen.

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Wichtigster Treiber – der Energiemarkt

Einer der wichtigsten Märkte für M2M ist der Energiemarkt. Immer mehr Staaten treiben im Zuge des Klimawandels alternative Energien voran. Dies liegt nicht zuletzt an den Zielvorgaben der EU: Bis zum Jahr 2020 soll der Ausstoß von Treibhausgasen der EU um mindestens 20 % sinken. Der Anteil erneuerbarer Energien und die Energie-Effizienz sollen sich um 20 % erhöhen. Dafür müssen die Staaten neue Wege finden, um die Stromproduktion bedarfsgerecht zu steuern, da sonst Energie unnötig verloren geht. Der Einsatz von Smart Metern und intelligenten Stromnetzen (Smart Grids) hilft, den Bedarf effizient zu steuern. In Italien gehören Smart Meter seit 2005 bereits zum Alltag, während hierzulande die Hauseigentümer noch bis 2022 Zeit haben, umzusteigen. Da Deutschland diesbezüglich eher ein Spätzünder ist, kommt der Bedarf an M2M-Lösungen erst langsam ins Rollen.

Ein weiteres Feld für M2M stellen die End-to-End-Energie-Management-Lösungen für industrielle und private Verbraucher, für Anwendungen der Strom­erzeugung und in Zukunft sogar für Kfz-Stromladestationen dar. Mithilfe von verschiedenen Cloud-Plattformen lassen sich mittlerweile M2M-Anwendungen relativ unkompliziert entwickeln und steuern. So können Anbieter von Solar-, Wind- und Wasserkraft oder der Öl- und Gasförderung mithilfe von Remote-Zugriffsmöglichkeiten ihre Betriebskosten erheblich reduzieren. Selbst kleine oder weit entfernte Standorte lassen sich jederzeit aus der Ferne erreichen.

Das vernetzte Fahrzeug
Die Automobil-Industrie ist ein weiterer Wachstumsbereich für M2M. Immer mehr PKW-Modelle werden in der Produktion mit Telematik-Systemen ausgestattet. Der Trend geht zum intelligenten Auto, das beispielsweise in der Lage ist, den Fahrer in Echtzeit über Verkehrsbehinderungen oder die aktuelle Wetterlage zu informieren. Auch Anwendungen, wie etwa Notruf-, Navigations- und Infotainment-Angebote oder das Tracking von gestohlenen Fahrzeugen ist realisierbar. In einigen Fahrzeug-Modellen europäischer Anbieter gehören derartige Systeme inzwischen zur Standardausstattung.

Auch hier unterstützen Regulierungen im weitesten Sinne die Entwicklung von neuen Anwendungen. Bis 2014 soll etwa das so genannte E-Call-System umgesetzt sein. Bei einem Unfall wird ein Notruf ausgelöst, der einen so genannten Minimaldatensatz direkt an eine Notrufzentrale absetzt. Dadurch sollen Rettungsmaßnahmen bei Verkehrsunfällen schneller initiiert werden. Die technischen Voraussetzungen für solche In-Vehicle-Systeme (IVS) sind besonders in der Architektur und im Design des Systems angesiedelt. Im Einzelnen unterstützen unterschiedliche Embedded-Module und Service-Plattformen eine komplette M2M-Umsetzung. Für eine M2M-Lösung im Fahrzeug ist eine robuste und erweiterbare Infrastruktur notwendig, innerhalb derer neue Dienste leicht integriert werden können. Dies erfordert eine Kombination aus Hard- und Software, wobei der Schwerpunkt auf der Software-Architektur liegt, die das Bindeglied zwischen den verschiedenen Komponenten des Systems darstellt. Für höchste Sicherheit im Falle eines Unfalls ist es wichtig, robuste integrierte GSM-Module und SIM-Karten (eSIM) einzusetzen.

Wachstumstreiber LTE

LTE ist ein wichtiger Wachstumstreiber für M2M, da die Technik mit einer Download-Geschwindigkeit von einem Gigabit pro Sekunde die Netzwerk-Ressourcen, die benötigt werden, um Daten zu transportieren, erheblich minimiert. Damit lassen sich auch sehr kleine Datenmengen an eine große Anzahl von Geräten übermitteln – was ideal ist für den M2M-Verkehr.

Die europäischen Staaten erhoffen sich durch die neue Technologie einen klaren Technikvorsprung im Mobilfunksektor. Tatsache ist jedoch, dass Europa in dieser Hinsicht bis dato hinterher hinkt: Laut Marktforschungsinstitut Idate wird es bis zum nächsten Jahr 27 Mio. und bis 2015 weltweit 371 Mio. LTE-User geben. Der Großteil der LTE-Nutzer wird allerdings in Nordamerika (USA) und Asien (Japan, Südkorea) angesiedelt sein, wo bereits heute erste LTE-Netze kommerziell genutzt werden. In Deutschland haben einige Mobilfunkanbieter LTE bereits aktiv geschalten, allerdings nur in begrenzten Gebieten. Generell wird LTE in Europa, mit Ausnahme von Skandinavien, nicht vor Ende 2011 starten. Insgesamt soll es bis Ende 2012 weltweit 37 LTE-Netze geben.

Die Entwicklung von Consumer-Geräten wie Tablets oder Smartphones wird maßgeblich durch diesen Markttreiber beeinflusst. Abgesehen von der Internetverbindung, die dadurch jederzeit zur Verfügung stehen wird, stellt sich auch die Frage, welche Applikationen in Zukunft wirklich genutzt werden. Möglicherweise werden Verbraucher mit ihren Smartphones oder Tablets bald ihren Energieverbrauch oder die Sicherheit von Heim und Fahrzeug selbst steuern.

Herausforderung Komplexität
Eine der größten Herausforderungen für den Einsatz von M2M ist die hohe technische Komplexität innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette. Dies fängt an bei segmentspezifischen technischen Anforderungen und hört auf beim Service und der Preisgestaltung. Die wichtigste anstehende Aufgabe aller Beteiligten ist, die Komplexität zu reduzieren – schließlich ist sie der Schlüssel zum Wachstum!

Autor: Joachim Dressler ist Vizepräsident EMEA Sales Sierra Wireless.

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